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Bern

Fünf Personen wegen Menschenschmuggels angezeigt

Die Kantonspolizei Bern hat nach umfangreichen Ermittlungen zu Fällen von Menschenschmuggel fünf tatverdächtige Personen identifiziert.

Symbolbild: Keystone

Die Kantonspolizei Bern hat einen umfangreichen Fall von Menschenschmuggel aufgedeckt. Im Zusammenhang mit mehreren Personenschleusungen konnten unter anderem anhand von Erkenntnissen aus einem Schlepperfall in Österreich, bei welchem sich Verbindungen in den Kanton Bern ergeben hatten, insgesamt fünf – mehrheitlich im Kanton Bern wohnhafte – dringend tatverdächtige Personen identifiziert und zur Anzeige gebracht werden, heisst es in der Mitteilung. Insbesondere wird drei Männern aus dem Kanton Bern vorgeworfen, mehrmals illegal Personen aus dem Ausland in die Schweiz oder in Nachbarländer geschleppt oder entsprechende Schleusungen organisiert zu haben. Zwei weitere mutmasslich tatbeteiligte Personen wurden angezeigt.

Aufgrund der Erkenntnisse aus mehrmonatigen und aufwändigen Ermittlungen unter der Leitung der kantonalen Staatsanwaltschaft für besondere Aufgaben, wird insbesondere drei im Kanton Bern wohnhaften Männern im Alter von 29, 36 und 49 Jahren vorgeworfen, zwischen Juni 2017 und April 2019 in mindestens 30 Fällen insgesamt über 90 Personen illegal transportiert oder entsprechende Schleusungen organisiert zu haben. Zwei weitere Personen – eine im Kanton Bern wohnhafte 23- jährige Frau sowie ein Mann mit Wohnsitz in Deutschland – werden verdächtigt, bei der Durchführung einzelner Transporte beteiligt gewesen zu sein. Den Ermittlungen zufolge waren die Geschleusten – vorwiegend erwachsene Personen aus dem Nahen Osten – in Norditalien abgeholt und in der Folge mit Privat- oder Firmenfahrzeugen illegal über die Grenze in die Schweiz oder via die Schweiz nach Deutschland oder Österreich transportiert worden. Es ist davon auszugehen, dass die Fahrten vorab geplant und im Nachhinein finanziell abgegolten wurden, so die Mittelung.

Die drei Hauptbeschuldigten wurden im Zuge einer gezielten Aktion Anfang April 2019 angehalten und in Untersuchungshaft versetzt. Die 36- bzw. 49-jährigen Männer befinden sich auch nach wie vor in Haft. Alle fünf beschuldigten Personen werden sich insbesondere wegen Förderung der rechtswidrigen Ein- und Ausreise sowie des rechtswidrigen Aufenthalts nach dem Ausländer- und Integrationsgesetz (AIG) vor der Justiz zu verantworten haben. pkb

 

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