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Kanton Bern

Drei neue Durchgangsplätze in Planung: Wie es mit den Halteplätzen für Schweizer Fahrende im Jahr 2021 weitergeht

Der Betrieb des provisorischen Halteplatzes für die Schweizer Fahrenden wird per Ende 2020 eingestellt. Nebst den Durchgangsplätzen in Thun und Jegenstorf sind jedoch nun drei weitere definitive Halteplätze in Planung.

Der provisorische Halteplatz in Nidau/Biel. Bild: bt/a

Schweizer Fahrende sind eine vom Bund anerkannte nationale Minderheit. Für Jenische und Sinti mit fahrender Lebensweise besteht schweizweit und auch im Kanton Bern ein Mangel an Halteplätzen. Bis zur Inbetriebnahme von zusätzlichen definitiven Halteplätzen stellt der Kanton Bern gemeinsam mit den Standortgemeinden provisorische Durchgangsplätze zur Verfügung. Seit 2014 bestehen solche Plätze in Bern und Biel sowie seit 2015 in der Gemeinde Matten bei Interlaken. Die Gemeinden betreiben die Durchgangsplätze jeweils während der Reisesaison von Frühling bis Herbst. Besonders die Plätze in Biel und Bern erfreuten sich hoher Beliebtheit, so in der Medienmitteilung kommuniziert.

Interlaken stellt den Betrieb ein
Der provisorische Platz in Matten bei Interlaken wurde weniger genutzt als erwartet. Aus diesem Grund hat der Kanton und die Gemeinde matten entschieden, den Betrieb auf Ende 2020 einzustellen. Im Berner Oberland, Thun-Allmendingen steht seit 1990 ganzjährig ein definitiver Durchgangsplatz zur Verfügung.

Zukünftige Standorte im Kanton Bern
Auch die drei weiteren definitiven Standorte, die 2016 vom Grossen Rat bewilligt wurden, sind weiterhin in Planung. Vorgesehen sind ein Winter-Standplatz in Erlach, ein Durchgangsplatz in Herzogenbuchsee und ein ganzjährig betriebener Stand- und Durchgangsplatz in Muri bei Bern. Für den Standplatz in Erlach fand 2020 die öffentliche Auflage der kantonalen Überbauungsordnung statt, für die Halteplätze in Herzogenbuchsee und Muri  sind die öffentlichen Auflagen in 2021 vorgesehen. mt




 

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