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Kanton Bern

Der Kanton schafft Transparenz mit Open Source-Software

Die Kantonsverwaltung fördert die offene Nutzung behördlicher Software: Ab sofort haben die Direktionen und Ämter die Möglichkeit, eigene Anwendungen als «Open Source» auf der Online-Plattform «Github» zur freien Verfügung anzubieten.

Symbolbild: Pixabay

Der Grossen Rat des Kantons Bern hat in den letzten Jahren mehrere Vorstösse zum Thema «Open Source» überwiesen. Ein Anliegen der Motionärinnen und Motionäre war insbesondere, dass der Kanton vermehrt seine eigene Software zur öffentlichen Nutzung und Weiterentwicklung bereitstellen soll, damit sie von Dritten kostenlos genutzt und weiterentwickelt werden kann. Von diesem Engagement versprachen sich die Initianten neben Kosteneinsparungen weniger Abhängigkeiten von Softwareanbietern und mehr Transparenz, heisst es in der Medienmitteilung.

Die Kantonsverwaltung hat dieses Anliegen nun umgesetzt. Ab sofort bietet das Amt für Informatik und Organisation (KAIO) allen Direktionen und Ämtern der Verwaltung eine Internetplattform sowie einen zentralen Service für die Publikation von Open Source-Software (OSS) an.


Der Kanton Bern vereinfacht Kooperationen mit anderen Behörden
In einem ersten Schritt hatte das KAIO vor zwei Jahren die rechtlichen Rahmenbedingungen für ein Open Source-Engagement überprüfen lassen und ein externes Gutachten in Auftrag gegeben. Dieses zeigte auf, dass der Kanton Bern eigene Applikationen unter einer Open Source-Lizenz anbieten darf. Um die Publikation und die Verwaltung von OSS-Anwendungen so einfach wie möglich zu gestalten, hat das KAIO unterstützende Prozesse und Hilfsmittel erarbeitet.


Software, Prozesse und Unterlagen sind bereits online
Die einzelnen Direktionen und Ämter der Kantonsverwaltung entscheiden auf der Basis der Grundlagen des KAIO selbst, ob die OSS-Publikation ihrer Applikationen durch das KAIO dem Kanton Vorteile bringt und daher erfolgen soll. Die erste als OSS publizierte Software ist der «ÖREB-Kataster Smart-Auszug» der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion. Mit dieser Webapplikation lassen sich öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkungen (z.B. Nutzungsplanung, Grundwasserschutzzonen, Kataster der belasteten Standorte) auf einer Karte darstellen, heisst es weiter. mt

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