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Kanton Bern

Amt für Kultur vergibt Musikpreise 2018

Die vier mit je 15ʹ000 Franken dotierten Musikpreise 2018 des Kantons Bern gehen an den Klarinettisten, Bassisten und Komponisten Paed Conca, den Saxophonisten Christian Kobi, den Musiker und Komponisten Björn Meyer und an die DJ Sassy J.

Symbolbild: Pixabay
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Die fünf vom Amt für Kultur ausgezeichneten Musikerinnen und Musiker repräsentieren eine grosse Vielfalt herausragenden Berner Musikschaffens. Die jährliche Vergabe von Musikpreisen ist für die Kulturförderung des Kantons Bern ein wichtiges Förderinstrument. Juriert und vorgeschlagen werden die Preisträgerinnen und Preisträger jeweils von der kantonalen Musikkommission, heisst es in der Medienmittilung.


Paed Conca: Vermittler zwischen den Kulturen
Der Klarinettist und Bassist Paed Conca arbeitet seit fast 30 Jahren als Musiker und Komponist. Er schreibt Musik für Theater und Tanz, Film und kleine Ensembles oder improvisiert zusammen mit Grössen des Fachs. Sein Schaffen führt ihn regelmässig quer durch Europa und nach Japan, ein Schwerpunkt ist zurzeit auch der Libanon. Immer wieder wagt er sich mit seinen Projekten und Kompositionen auf neues Terrain und verbindet so Menschen und Kulturen, heisst es weiter.


Christian Kobi: Improvisation Zen, Beherrschung und Improvisation
Der ausgebildete Saxophonist Christian Kobi hat im Bereich der improvisierten und experimentellen Musik eine einzigartige Sprache entwickelt. Mit enormer Wachheit für das kleinste klingende Detail und ebenso für die Stille formt und strukturiert er seine Improvisationen. Als Mitglied des Saxophon-Ensembles «Konus-Quartett» wie auch als Solist tritt er international auf. Ausserdem gründete er 2004 das Zoom-in-Festival und schuf damit erneut eine Plattform für improvisierte Musik in Bern, heisst es in der Pressemitteilung.


Björn Meyer: Klanguniversum E-Bass
Mit 18 nahm Björn Meyer zum ersten Mal einen elektrischen Bass in die Hand und entdeckte ein Klanguniversum, das ihn bis heute nicht mehr losgelassen hat. Er arbeitete mit der persischen Harfenistin und Sängerin Asita Hamidi, dem tunesischen Oud-Meister Anouar Brahem oder auch mit dem Schweizer Komponisten und Holzbläser Don Li zusammen und entwickelte eine ausgeprägte musikalische Handschrift. Vor einem Jahr erschien sein erstes Solo-Album «Provenance» bei ECM, heisst es weiter.


DJ Sassy J: von Jazz bis Techno alles im Gepäck
Jazz, Afro, Brazil, Hip-Hop, Soul, House, Techno – das alles trägt Sassy J. unterm Arm, wenn sie mit den Plattenkoffern zur Arbeit geht. International bekannt wurde sie mit ihrem Auftritt am Worldwide Festival in Sètes 2013. Ein Shootingstar ist Sassy J dennoch nicht. Sie erntet die Früchte einer leidenschaftlichen Arbeit, die Anfang der Neunziger im Jugendzentrum Graffiti in Bern mit Hip-Hop an zwei Plattenspielern begonnen hat, heisst es weiter.


Milena Patagônia: «Coup de cœur 2018»
Hinter dem Pseudonym Milena Patagônia steckt die 31-jährige Musikerin und Bund-Journalistin Milena Krstic, eine Geräuschesammlerin, die sich ebenso leidenschaftlich für die Sache der Frau einsetzt. Nachdem sie lange mit der Rockband The New Cool unterwegs war, hat sie in den letzten Jahren im Duo mit Sarah Elena Müller und vor allem mit ihrem Soloprojekt als Milena Patagônia einen äusserst eigenständigen Stil gefunden, eine Mischung aus Spoken Word, Elektronika, R’n’B und Geräuschesampels.



Die öffentliche Verleihung der Musikpreise 2018 findet am Montag, 19. November, um 19.30 Uhr in der Dampfzentrale Bern statt. mt

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