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Kanton Bern

Abgewiesene Asylsuchende werden im Rückkehrzentrum in Prêles untergebracht

Voraussichtlich per Mitte 2019 wird das Rückkehrzentrum für abgewiesene Asylsuchende in Prêles den Betrieb aufnehmen. Die Polizei- und Militärdirektion (POM) führt zurzeit Gespräche und Abklärungen für Eröffnung dieses Zentrums durch.

Symbolbild: Keystone

Abgewiesene Asylsuchende werden ab Mitte 2019 im Rückkehrzentrum in Prêles untergebracht und dort bei der Vorbereitung ihrer Rückreise unterstützt. Gemäss der aktuellen Planung sollen 350 bis 450 Unterbringungsplätze geschaffen werden. die POM geht jedoch nicht von einer dauernden Vollbesetzung aus. Das Rückkehrzentrum ist Teil der Asyl- und Flüchtlingsstrategie des Regierungsrates, die der Grosse Rat zur Kenntnis genommen hat, heisst es in der Medienmitteilung.


Gespräch zwischen POM und Petitionskomitee
Nun fand ein Gespräch zwischen POM und dem Petitionskomitee «Plateau de Diesse centre requérants pas comme cela» (CRA) statt. Die stellvertretende Generalsekretärin der POM und der Leiter des Migrationsdienstes informierten über die Pläne des Regierungsrates und nahmen die Anliegen des Komitees entgegen. Die Hinweise und aufgeworfenen Fragen werden in die bereits laufenden Abklärungsarbeiten einfliessen.


In zentrumsinternen Schule unterrichtet
Philippe Brunner, der ehemalige Sicherheitsverantwortliche des Jugendheims Prêles, wird das Rückkehrzentrum leiten. Durch das Zentrums entstehen Arbeitsstellen in den Bereichen Verpflegung, Hausdienst, Betreuung und Volksschulunterricht. Die im Rückkehrzentrum untergebrachten Kinder werden in einer zentrumsinternen Schule unterrichtet. Ein Sicherheitskonzept wird erarbeitet. Die Abklärungen in den Bereichen Wasserversorgung, Brandschutz und Transport werden fortgeführt. Bei Bedarf werden Massnahmen ergriffen, heisst es weiter.


Informationsveranstaltung im Frühling
Die Eröffnung des Zentrums wurde zeitlich verschoben und findet erst in rund acht Monaten statt. Deshalb gibt die POM zurzeit keine Auskünfte über Sachverhalte, die in den nächsten Monaten erst noch abgeklärt werden müssen. Die POM bleibt jedoch mit den betroffenen Akteuren in Kontakt. Für die Bevölkerung ist im Frühjahr 2019 eine Informationsveranstaltung geplant. mt

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