Sie sind hier

Ratgeber

Hilfe, Dr. Digital: Wird Facebook bald mein Profil löschen?

Unser Dr. Digital erklärt, warum Facebook keine Fantasienamen mehr akzeptieren wird.

Facebook will falsche Profile löschen, Symbolbild: Keystone

Auf Facebook kursiert momentan eine Nachricht, dass Mitglieder bald gesperrt werden, die ihren richtigen Namen nicht angeben und stattdessen einen Fantasienamen verwenden. Stimmt das?

Herr Studer aus Zollikofen

Lieber Herr Studer, die von Ihnen erwähnte Nachricht ist ein Eintrag von Betrügern, die an persönliche Konto-Daten etc. kommen möchten. Doch die Kernaussage ist wahr. Facebook will mit den vielen gefälschten Profilen aufräumen.

Viele Benutzer sind kreativ und heissen auf Facebook beispielsweise An Drea oder Se Bastian, weil sie ihren vollen Namen aus Datenschutzgründen nicht angeben wollen, einfach Lust auf einen Fantasienamen haben oder mit einem kunstvollen Namen ihre Begeisterung für etwas ausdrücken wollen.

Doch damit verstossen sie gegen die AGBs von Facebook. Laut den Nutzungsbedingungen gibt man an, dass man mit dem richtigen Namen das Netzwerk gebraucht. Kurz: Wer bei der Anmeldung oder danach einen falschen Namen angibt, verstösst gegen die AGBs, denen er zugestimmt hat.

Das Geschäft mit falschen Profilen ist riesig: Hinter Millionen Accounts stecken keine echten Menschen, sondern computergenerierte Nutzerkonten. Denn noch immer kaufen sich Firmen aus Imagegründen billige Likes für ihre Fanseiten.
Facebook darf also Fake-Profile sowie User mit falschen Namen löschen. Wer also einen falschen Namen besitzt, sollte lieber bald seinen echten Namen angeben oder sich von Facebook verabschieden.

Simon Dick beantwortet als Digital-Experte Leserfragen zu Computer, Netzwelt, Soziale Medien und Games.
Haben Sie eine Frage? Schreiben Sie an sdick@bielertagblatt.ch

 

Nachrichten zu Digital »