Sie sind hier

Gametipp

«Dakar 18» schickt die Spieler in die Wüste

Das jährlich stattfindende Dakar-Rennen ist im Motorsport immer ein ganz besonderer Anlass. Die Atmosphäre soll auch im Rennspiel «Dakar 18» wiedergegeben werden. Ob das gelungen ist?

In der trockenen Wüste gibt es nicht viel zu sehen, Bild: zvg
  • Video

Simon Dick

Dakar ist ein anstrengendes Marathonrennen in Südamerika, wo diverse Etappen auf Wüstenboden bestritten werden müssen. Die Teilnehmer haben nur wenig Zeit sich auszuruhen. Jeden Tag sind sie unterwegs und brettern über das Ödland. Bockt das Auto, muss man selber ran und den Wagen reparieren. So fährt man denn mit einem Co-Piloten von Etappe zu Etappe, sucht so schnell wie möglich die einzelnen Ziele, um dann schnell das nächste ins Auge zu fassen. So das Prinzip in der Realität, das auch in das neue Rennspiel «Dakar 18» integriert wurde.

Vom Motorrad bis zum Truck
Der Spieler, die Spielerin darf aus einer Vielzahl von verschiedenen Fahrzeugen sein Lieblingsvehikel aussuchen. Nebst den gewöhnlichen Autos gibt es noch das Motorrad, Trucks oder auch Quads hinter denen man am Steuerrad Platz nehmen kann. Die Macher haben sich viel Mühe gegeben. Bekannte Automarken wie Renault, Peugeot und viele mehr sind mit an Bord und auch sonst strotzt das Spiel nur so mit den bekannten Werbepartnern. Nach einer kurzen Testfahrt, wo man mit allem vertraut gemacht wird, kann es dann auch schon losgehen.

Eine Wüste ist per se langweilig
Bereits auf den ersten Blick wird klar, dass man das Spiel nicht mit einem Grafikhit wie «Forza Horizon 4» vergleichen darf. Das wäre unfair. Die Optik in «Dakar 18» ist schlicht zweckentsprechend geworden und muss sich den inneren Werten unterordnen. Das bedeutet nicht, dass sie schlecht ist, aber sie ist karg und detailarm. Das vergisst man dann immerhin aber schnell, wenn man über die Sanddünen fährt und sich immer wieder neu orientieren muss, wo die Fahrt denn nun hingehen muss. Und sind wir ehrlich: Eine Wüste hat optisch auch in der Realität nicht wirklich viel zu bieten.

Nervige Kommentare
Dass man einen Co-Piloten neben sich sitzen hat, der immer wieder Kommandos durchgibt, entspricht dem Rennen in der Realität. Aber seine Befehle und Bemerkungen wiederholen sich im Spiel immer wieder, sind teilweise viel zu laut, zu übertrieben und oft auch zu ungenau. Nach bereits zehn Minuten kann man und will man ihm gar nicht mehr zuhören. Dann wäre da noch die Steuerung: Alle Fahrzeuge steuern sich entweder etwas träge oder sind dann plötzlich viel zu sensibel.

Der Umfang stimmt
Fazit: Es gibt viele Rennen, knackige Herausforderungen und auch online kann man sich mit Kontrahenten und Kontrahentinnen messen und sich richtig schön austoben. Am meisten Spass macht «Dakar 18» wenn man ohne gross zu navigieren und ohne die nervenden Kommentare des Co-Piloten einfach gerade aus über die Sandhügel donnert.

«Dakar 18» ist erhältlich für Playstation 4, Xbox One und PC. Freigegeben ab 3 Jahren.

Nachrichten zu Digital »