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Gametipp

«Crackdown 3» ist gar nicht so schlecht wie sein Ruf

Der dritte Teil der stumpfsinnigen aber kunterbunten Actionorgie ist immer noch sehr unterhaltsam, sofern man sein Hirn ausschaltet.

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Simon Dick

Wir befinden uns in der fiktiven Grossstadt New Providence, die in der Zukunft als einzige Stadt einen elektromagnetischen Angriff durch feindliche Kräfte überlebt hat. Die Stadt ist aber fest in der Hand einer dubiosen Gruppierung, die mit offenen Armen Überlebende der globalen Katastrophe aufnimmt. Doch die totale Freiheit und Gleichheit werden nur vorgegaukelt, denn das Terranova-Regime regiert mit eiserner Faust, beutelt die Gesellschaft aus und macht viele Menschen zu Sklaven.

Super-Polizist sorgt für Gerechtigkeit
Als Elite-Polizist gilt es nun diese Stadt mit ihrer gesamten Infrastruktur zu befreien. Dabei werden einzelne Reviere von den bösen Mächten befreit. Man erobert Fabrikanlagen zurück, übernimmt Transportsysteme, bodigt böse Handlanger und kämpft sich so Schritt für Schritt gegen die Obersten des Terror-Regimes voran.

Als Super-Polizist steht einem aber nicht nur eine Vielzahl an futuristischen Waffen zur Verfügung. Man kann auch meterweit hoch springen, grosse Objekte wie Autos herumwerfen und an turmhohen Wänden empor klettern. Je weiter man im Spiel kommt, desto mehr und bessere Fähigkeiten stehen einem zur Verfügung. Kurz: Wer die Vorgänger bereits kennt, weiss genau, was auf ihn oder sie zukommt.

Durchschnittliche Standardkost
«Crackdown 3» war lange in Entwicklung. Zu lange. Denn das Spiel bietet kaum eine Genre-Erneuerung. Alles was man sieht und erlebt, kennt man schon in und auswendig von anderen Actiontiteln. Überraschungen bleiben also aus. Auch die sehr einfache Geschichte mit ihren vielen Stereotypen bietet nur durchschnittliche Standardkost. Auch die Möglichkeit mit mehreren Spielern gleichzeitig das Abenteuer zu bestreiten ist nichts Neues, macht aber dennoch Spass.

Die Optik ist Trumpf
Auf der Haben-Seite darf man die löbliche Optik erwähnen, die mit ihrer eigenwilligen, bunten Comicgrafik sehr gefällt. Auch wenn das Szenario in einer düsteren Zukunft angesiedelt ist, sieht alles sehr freundlich und einladend aus. Aber ernst nehmen kann und darf man hier gar nichts. Auch wenn der Titel in Sachen Spielmechanik der Konkurrenz hinterherhinkt, hat das stupide Herumrennen und Herumballern dennoch seinen Reiz. Für ein Spiel zwischendurch ist «Crackdown 3» bestens geeignet. Man muss nicht viel nachdenken und gibt sich einfach dem Actionsog hin.  

Ein nettes Zwischenspiel
Fazit: Nein, der dritte Teil ist definitiv kein Hit geworden. Zu lange war das Spiel in der Entwicklung und wurde in der Zwischenzeit von der Genre-Konkurrenz überholt. Das macht aber nichts. Gerade in Zeiten wo viele Actiontitel mit offenen Welten und zig Aufgaben den Spieler auch schon mal überfordern, kommt «Crackdown 3» gerade richtig. Hier muss man sich nicht um viel kümmern, sondern folgt einfach den simplen Aufgaben. Knackige Action, viele Explosionen und stupide aber unterhaltsame Figuren bieten für etwa 12 Stunden ein nettes Spiel für zwischendurch.

«Crackdown 3» ist erhältlich für Xbox One und PC. Freigegeben ab 18 Jahren.


 

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