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„Krawattenzwang“

Zimmerbezug im Hotel

Im persönlichen Blog berichtet Bernhard Rentsch, publizistischer Leiter der Gesamtredaktion und Chefredaktor „Bieler Tagblatt“ wöchentlich über Erlebnisse im privaten wie im beruflichen/gesellschaftlichen Leben – dies immer mit einem Augenzwinkern. Heute: Zimmerbezug im Hotel.

Krawattenzwang: Bernhard Rentsch
  • Dossier

Letzte Woche durfte ich eine spannende Diskussion führen: Die Sendung „Facts um 5“ bei TeleBielingue drehte sich um die Frage des Hotelangebotes in der Region. Zu wenig Betten, monieren die einen, zu geringe Auslastung, die keinen Ausbau ermöglicht, die anderen. Qualität, Standards oder Investitionsbedarf waren weitere Diskussionsthemen.

Wie viele von Ihnen wohl auch, habe ich selber keinerlei Erfahrungen mit Hotelbesuchen in der Region. Ich habe noch nie in einem Hotel hier übernachtet. Es sind denn auch weniger Touristen, die bei uns ein Bett suchen, sondern eher Kongressbesucher oder beruflich in der Region Weilende. Bei privaten Besuchen dürfen oder können wir gelegentlich Empfehlungen abgeben. Welche Hotels bevorzugen Sie? Kommentieren Sie.

Jede und jeder hat schon ganz viele Erfahrungen mit dem Zimmerbezug im Hotel gemacht. Ein Phänomen, das in der Region bei einer Auslastung von rund 60 Prozent eher wenig ins Gewicht fällt, ist der Fakt der Überbuchung. Ist man betroffen, profitiert man gelegentlich von einem attraktiven Upgrade. Die Enttäuschung, dass man das ausgesuchte Zimmer nicht nutzen kann, wird mit Mehrleistungen des Anbieters kompensiert: Höherer Standard, bessere Lage, zusätzliche Mahlzeiten usw.

Was aber, wenn keine Zusatzleistungen möglich sind? Dann wird dem Gast eine Alternative angeboten – allenfalls verbunden mit einem (deutlichen) Preisnachlass. Klar, dass trotz dem gesparten Betrag die Enttäuschung überwiegt. Der versprochene Balkon mit der besonderen Aussicht, die speziell beworbene Nasszelle oder die einmalig ausgesuchte Suite werden vermisst. Häufig bleibt einem aber keine Wahl, was dann im Nachgang zu negativen Bewertungen und schlechter Propaganda führt.

Ich freue mich, dass die Hoteliers in der Region das Buchen „im Griff“ haben und wir (auch) in diesem Bereich positive Werbung für unsere Region machen können. Gäste sind willkommen!

Sendung „Facts um 5“ auf TeleBielingue zum Nachschauen: Hier


brentsch@bielertagblatt.ch

Twitter: @BernhardRentsch

 

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