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Zeit für gemeinsame Moschee noch nicht reif

In Biel gibt es acht Moscheen in alten Fabriken und Häusern. Einladend wirken sie nicht. Der Vision einer gemeinsamen Moschee steht die Sprache im Weg.

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In Biel gibt es acht bekannte Moscheen. Den Bieler Behörden sind gar 15 Gebetsorte bekannt. Was in den Moscheen mit Hinterhofcharakter gepredigt wird, fragen sich viele Leute. Dessen ist sich auch der Dachverband Kulturelle Gemeinschaft der Muslime Biel (KGMB) bewusst, dem sechs der Bieler Moscheen angeschlossen sind (Bosnjak und Selimiye fehlen). Sekretär Daniel Morgenegg spricht vom Fernziel, mit allen Muslimischen Glaubensgemeinschaften ein gemeinsames Projekt auf die Beine zu stellen. Sprich: Eine grosse Moschee, in der sich alle Bieler Muslime zum Beten treffen. «Damit könnten wir zeigen, dass der Islam auch eine schöne Seite hat. Wir würden aus dem Hinterhof kommen. Unsere Religion bekäme ein anderes Image», so Morgenegg. Wann das soweit sein wird, kann er nicht sagen: «Die Zeit ist noch nicht reif.»<br><br><span style="font-weight: bold;">Sprache ist eine Hürde</span><br><br>Das sagt auch der Bieler Nicolas Blancho, Vorstandsmitglied im KGMB und Organisator der jüngsten Muslimdemonstration auf dem Bundesplatz: «Ich glaube, mit der ersten und zweiten Generation ist dies nicht möglich. Wir müssen auf die neue Generation warten, die ethnische Dinge hinter sich lässt und die kulturellen Seiten ihrer Heimatländer nicht mehr kennt.» Um die kulturellen Grenzen zu überwinden,&nbsp; müsse eine gemeinsame Sprache gefunden werden. Dem Bieler Dachverband schwebt deshalb vor, Predigten in Deutsch oder Französisch abzuhalten. Blancho meint: «Arabisch ist zwar die Quellsprache des Islams, aber wir müssen uns im schweizerischen Kontext auf eine Sprache einigen, die von allen verstanden wird.» Dies würde auch von Nichtmuslimen verstanden, mache die Religion transparenter und baue Ängste ab, so Blancho.<br><br>Mehr dazu im Bieler Tagblatt&nbsp; um im E-Paper (inkl. Grafik) von Samstag 19.12.2009.<br>

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