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Biel

«Wir sind definitiv erwachsen geworden»

40 Jahre Jahu: Am Wochenende hat die landeskirchliche Gemeinschaft in Biel ihr Jubiläum gefeiert.

Pfarrer Walter Dürr(links) unterhält sich an der Feier mit Ständerat Hans Stöckli (SP)und Grossratspräsident Marc Jost (EVP). Copyright: Mischa Müller / zvg

von Sara Steingruber

«Die Jahu-Gemeinschaft hat das Mühlefeldquartier, in dem ich selbst wohne, aufgewertet», sagt Alt-Stadtpräsident und SP-Ständerat Hans Stöckli anlässlich des 40-jährigen Bestehens, das Jahu am vergangenen Wochenende feierte. Er sei schon an mehreren Jahu-Gottesdiensten gewesen.

 

Verhältnis hat sich entspannt

Was vor 40 Jahren unter Konfirmanden in Mett begann, ist heute eine kirchliche Gemeinschaft mit rund 400 Mitgliedern. Das Verhältnis zur reformierten Landeskirche Biel war am Anfang angespannt. «In unseren Jugendjahren, der Zeit des ‹Sturm und Drang›, wurden einige Leute überrumpelt», sagt Walter Dürr, Pfarrer der Gemeinschaft. «Ohne die ständige Bemühung um Versöhnung würde es die landeskirchliche Gemeinschaft Jahu heute nicht mehr geben. Wir sind definitiv erwachsen geworden.»Er freut sich besonders über die gemeinsame Erklärung, die 2013 mit dem Synodalrat unterschrieben wurde. Sie regelt das Verhältnis zwischen der Landeskirche und ihren Gemeinschaften. «Wir haben benannt, was uns eint und wo wir uns reiben», sagt Synodalratspräsident Andreas Zeller. Die reformierte Landeskirche sei eine offene Volkskirche, in der es Platz für unterschiedliche Formen der Frömmigkeit gebe.

 

Politiker würdigen Jahu

Für Grossratspräsident Marc Jost (EVP) ist besonders das gesellschaftliche Engagement wichtig. «Christliche Gemeinschaften sollen keine weltfremdem Kommunen sein, sondern die Gesellschaft mitgestalten.» Dies sei Jahu gelungen. Auch der Bieler Stadtratspräsident Daniel Suter (PRR) war am Jubiläum dabei. «Die Pflege der religiösen Kultur gehört für mich zum Gemeinwesen der Stadt.»

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