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Einblicke

Winter im Paradies

Es schneit im Paradiesgarten. Ein weisses, kaltes Meer hat sich zwischen den sand- und ockerfarbenen Häusern der Wohnsiedlung Jardin du Paradis in Biel ausgebreitet.

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Es schneit im Paradiesgarten. Ein weisses, kaltes Meer hat sich zwischen den sand- und ockerfarbenen Häusern der Wohnsiedlung Jardin du Paradis in Biel ausgebreitet. Die in Hauseingänge und Unterstände gespülten Wellen sind zu Skulpturen erstarrt. Nur ein paar Kinder der nahegelegenen Kita trotzen dem eisigen Wind und dem Schneegestöber.

Ein Hauswart dreht mit dem kleinen Schneetraktor seine Runden, ein aussichtsloser Kampf, innert Minuten verschwinden die freigeräumten Wege wieder unter der weiten, weissen Decke. Die Bewohner dieses kleinen Dorfes mitten in der Stadt verbringen den Tag schon seit einer Weile nicht nur wegen Wind und Wetter, sondern auch wegen dem grassierenden Virus meist in ihren eigenen vier Wänden.

Es ist still in den Treppenhäusern, nur hier und da dringen Kinderweinen und Geräusche schon am Nachmittag laufender Fernsehgeräte durch die Wohnungstüren. Auf dem Flur geht man sich höflich grüssend aus dem Weg, oder wechselt nur flüchtig ein paar Worte. «Guten Tag Frau Müller, haben Sie schon gehört, die Zahlen steigen wieder.»

Einmal wird es Sommer werden im Paradiesgarten, Angst und Kälte werden Ruhe, Wärme und Zuversicht weichen, das weisse Meer hat sich zurückgezogen.

Bilder und Text: Peter Samuel Jaggi

 

Stichwörter: Biel, Schnee, Paradis, Garten

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