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Biel

Verkehrsbetriebe Biel beschliessen Anschluss an Wärmeverbund

In ihrem Bestreben, die Stadt Biel in Sachen Klimaschutz und der Förderung erneuerbarer Energien zu unterstützen, haben die Verkehrsbetriebe Biel einen weiteren wichtigen Schritt beschlossen.

Bild: bt/a

Die im Depot der Verkehrsbetriebe Biel (VB) installierte Gas-Heizungsanlage hat das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht. Für die Evaluation eines Ersatzes wurden externe Experten beigezogen. Sie mussten in Rechnung stellen, dass die VB einen Beitrag zur Klimastrategie der Stadt Biel leisten wollten. Ziel dieser Strategie ist bekanntlich eine Reduktion der Treibhausgas-Emissionen um 50% bis 2030, bzw. Emissionsfreiheit im Jahr 2050.

Varianten

Dokumentiert mit Grafiken und Zahlen zum Energiebedarf sowie zu den Investitionen und wiederkehrende Kosten standen verschiedene Varianten zur Diskussion: der direkte Ersatz der bestehenden durch eine neue Gasheizung, der Bau einer Erdsonden-Wärmepumpe auf dem Betriebsareal sowie der Anschluss an den vom ESB betriebenen Wärmeverbund «Champagne». In Abhängigkeit von der gewählten Variante würden in der Folge auch Gebäudesanierungen vollzogen, nicht zuletzt an der denkmalgeschützten Giebelhalle aus dem Jahr 1948 mit ihrer prägnanten Glasfront. 

Champagne-Quartier profitiert

Die Wahl fiel auf den Anschluss an den Wärmeverbund Champagne. Die vom ESB betriebene Zentrale liefert seit 2018 Energie, welche mittels einer Grundwasserwärmepumpe gewonnen wird. Angeschlossen wurden in einer ersten Etappe das Hochhaus und das Schulhaus Champagne sowie eine Reihe von Gebäuden im Quartier sowie das Berufsbildungszentrum. Mit den VB als Schlüsselkunde wird nun eine zweite Etappe in Angriff genommen werden können, von der das ganze Quartier profitiert, Private ebenso wie das Gewerbe können über die neu zu erstellende Leitung versorgt werden. Zudem wird ein markanter Beitrag zum Klimaschutz erzielt.

Einsparungen

Mit dem Entscheid geht die konkrete Planung der Gebäudesanierung einher: Die Dachziegel aus den 40er Jahren werden ausgewechselt und eine Wärmedämmung eingebaut. Die Einfachverglasung der Gebäudefront wird durch eine moderne Isolierverglasung ersetzt. Allein dank diesen Schritten wird der jährliche Wärmebedarf um 250 MWh gesenkt werden können. Der Bezug von Fernwärme wiederum reduziert die vom Betrieb verursachte CO2-Belastung um jährlich 250 Tonnen. Die Baueingaben für das Projekt erfolgen bis Ende Jahr. mt

Stichwörter: VB, öV, Umweltschutz

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