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Umbau massiv teurer: Der Chessu braucht 1,5 Millionen Franken!

Geht er diesen Sommer zu? Nein, der Chessu bleibt offen. Und zwar noch mindestens ein Jahr. Der grosse Um- und Anbau muss verschoben werden. Grund: Das liebe Geld. Es fehlen rund 1,5 Millionen Franken.

Der Chessu muss eine grosse Foundraising-Kampagne lancieren.

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Eigentlich hätten in diesem Sommer die Bagger auffahren sollen. Der Chessu hätte für über ein Jahr seine Türen geschlossen. Er wäre umgebaut worden und hätte einen Anbau erhalten.

Doch an einen Baustart in diesem Jahr ist nicht mehr zu denken. Gegenüber BTonline lässt das AJZ-Kollektiv die Bombe platzen: Dem Chessu fehlt Geld. Sehr viel Geld. Um den nötigen Um- und Anbau realisieren zu können, fehlen rund 1,5 Millionen Franken. Und diese will das Autonome Jugendzentrum mittels Foundraising auftreiben.

Die Stadt Biel hat einen Betrag von 2,8 Millionen Franken für den Um- und Anbau gesprochen. Bisher ging man davon aus, dass dadurch die Baukosten getragen werden können und das AJZ den Innenausbau mit eigenen Mitteln finanziert. Jetzt rechnet man mit Gesamtkosten von fast 5 Millionen Franken. Wie konnte es zu dieser Diskrepanz kommen? Die bisher veranschlagten Kosten beruhen auf Schätzungen. Nun aber liegt ein konkreter Kostenvoranschlag vor, der Kosten von insgesamt 4,98 Millionen Franken prognostiziert. Insbesondere Lärmschutzmassnahmen und Auflagen verteuren den Bau massiv. Mehr Details dazu gibt es im Recherche-Artikel in der "Bieler Tagblatt"-Ausgabe vom Samstag.


Diese Zahlen zum Umbauprojekt basieren auf dem aktuellsten Kostenvoranschlag. zvg

Als erste Massnahme wurden Abstriche am Projekt gemacht, was Einsparungen von rund 700‘000 bis 800‘000 Franken bringt. Den aktuellsten Berechnungen zu Folge fehlen aber nach wie vor 1,3 – 1,5 Millionen Franken, die der Chessu selber aufbringen muss.

Ziel des AJZ-Kollektivs ist es, mit dem Bau im Sommer 2016 beginnen zu können. Wie will man in dieser Zeit so viel Geld auftreiben? Mit einer gross angelegten Foundraising-Kampagne, wie Tina Messer vom Kollektiv sagt. Denn mit der bereits lancierten Sammelaktion, dem so genannten Baustutz (pro Eintritt geht ein Franken auf ein spezielles Konto), kann der Betrag nicht gestemmt werden. Er bringt Einnahmen von rund 60‘000 Franken im Jahr, die explizit für den im Bauprojekt nicht enthaltenen Innenausbau vorgesehen sind.

Details zur Kampagne will das Kollektiv Ende April bekannt geben. Dies im Rahmen des Anlasses vom 25. April. Dann finden im AJZ Solidaritätskonzerte unter dem Titel „Oui, wir bauen um – rock it Bienne“ statt. Folgende lokalen Bands stehen an diesem Abend auf der Bühne:

- Animal Boys (Punk Rock)
- City Limits (Loud Rock Shit)
- Single Malt (Blues Rock)
- Ze Snabr (Blues Beat & Rock 'n' Roll)

Mehr Infos zum Event gibt es unter diesem Link.

Nebst diesem Anlass wurde der April zum Solidaritätsmonat erklärt: Die erzielten Gewinne aller April-Veranstaltungen kommen dem Bauprojekt zugute. pam
 

Den grossen Recherche-Artikel mit allen Hintergründen zum Bauprojekt lesen Sie im Bieler Tagblatt vom Samstag oder mit dem BT-Abo ab Samstagmorgen unter diesem Link.
 

Diese Illustration zeigt, wie die Kuppel erweitert werden soll. zvg/michael lüdi

 

Der geplante An- und Umbau basiert auf dem Projekt "Biel reste Biel", das im Sommer 2012 als Siegerprojekt präsentiert wurde. Diese Bilder aus der damaligen Projektpräsentation vermitteln einen Eindruck über das geplante Bauprojekt:


Blick vom Kongresshausparkplatz aus.
 


Der zweistöckige Anbau ist im Süden des AJZ vorgesehen.

 


Dieser Querschnitt vermittelt einen Eindrück über die Raumverhältnisse.

 


Ansicht des Projekts vom Fussballplatz aus.

 

Die gesamte Projektpräsentation, aus der diese Visualisierungen stammen, kann unter diesem Link eingesehen werden.

 

Kommentare

hm

schreckliches projekt. balken konkurrenziert kuppel. hoffentlich scheitert die finanzierung & die coupole bleibt wie sie ist.


Georges

Kein Problem! Ein "Schnäppchen" für unseren Stapi. Unsere Stadt hat ja genug Geld, das sie über die Sozialhilfezuschüsse erhalten hat. Einfach quer subventionieren. Die Stadtverwaltung hat ja das Know-how...


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