Sie sind hier

Biel

Sturmschäden: ZSO NIDAU plus probt mit der Kantonspolizei den Ernstfall

Am Donnerstag hat der Zivilschutz NIDAU plus erstmals einen Wiederholungskurs unter Mithilfe der Kantonspolizei Bern durchgeführt. Eine Kooperation im Bereich Führung und bei der Suche nach Vermissten.

Bild: zvg

Ein Sturmtief hat das Berner Seeland seit Tagen im Griff. Heruntergestürzte Äste blockieren Strassen. Der Bielersee droht, über die Ufer zu treten. Ein Pfadilager meldet vermisste Kinder und das Handynetz bricht zusammen: Dies sind nur einige Elemente des Szenarios, das am Ursprung des gross angelegten Wiederholungskurses «POLZS» stand, zu dem rund 100 Angehörige des Zivilschutzes (AdZS) aus allen Fachbereichen aufgeboten wurden.

Erstmals hat NIDAU plus unter Mithilfe der Kantonspolizei Bern einen Wiederholungskurs durchgeführt. So erklärte ein Vertreter der Polizei anhand des Hochhausbrandes, bei dem Mitte Mai in Brügg 49 Personen ins Spital transportiert werden mussten, wie die Einsatzführung an einem Schadenplatz organisiert wird. Zudem präsentierte die Kantonspolizei Bern ihre Mobile Einsatzzentrale, in der wie im modernen Lagezentrum des Zivilschutzes die Journalführung elektronisch erfolgt.



Ein weiterer Teil der Übung, bei dem die Kantonspolizei und NIDAU plus zusammenarbeiteten, war die Feldabsuchung: Mit einer Menschenkette wurden vermisste Personen ausfindig gemacht und anschliessend durch AdZS geborgen und betreut. Für Frank Liechti, den stellvertretenden Kommandanten der ZSO Nidau plus und Gesamtübungsleiter, war es ein erfolgreiches Projekt.

Weitere Tätigkeiten, die den AdZS im Rahmen des Wiederholungskurses in Erinnerung gerufen wurden, waren etwa das Bekämpfen von Hochwasser mit Sandsäcken und Pumpen, die Organisation einer Sammelstelle zur Betreuung von Verletzten, das Einrichten eines Funknetzes, der Kulturgüterschutz oder Holzarbeiten im Wald.

Im Jahr 2007 wurde der Gemeindeverband NIDAU plus gegründet, um eine schlanke und moderne Zivilschutzorganisation auf die Beine zu stellen. Das Verbandsgebiet umfasst um die 31'000 Bewohnerinnen und Bewohner, verteilt auf elf Gemeinden im Seeland. mt

Nachrichten zu Biel »