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Stöckli tritt Ende Jahr ab

Der Bieler Stadtpräsident, Hans Stöckli (SP), tritt per Ende dieses Jahres zurück. Nach 20 Jahren im Amt sei der Zeitpunkt für die Demission gekommen, sagte er am Freitag vor den Medien zur Begründung.

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(sda) Als zweiten Grund gab Stöckli an, die Stadt Biel entwickle sich derzeit in die richtige Richtung. Vor den letzten Wahlen im Jahr 2008 hingegen sei in inhaltlicher und personeller Hinsicht noch einiges offen gewesen. Stöckli will sich nun ganz auf sein Mandat als Nationalrat konzentrieren. <br><br>Die Demission Stöcklis kommt zu diesem Zeitpunkt überraschend. Zu den nächsten Wahlen 2012 hätte er aber voraussichtlich nicht mehr antreten können. Am 26. September stimmt das Bieler Stimmvolk über Verfassungs- und Reglementsänderungen ab. Stimmt es zu, tritt eine Amtszeitbeschränkung von 16 Jahren in Kraft. Der 1952 geborene Stöckli ist seit 1990 Stadtpräsident. <br><br>---<br><br>Erklärung von Hans Stöckli:<br><br>"Seit dem 16. Juli 1990, also seit genau 20 Jahren ist es mir vergönnt, als Finanzdirektor der Stadt Biel zu arbeiten und am 23. September 2010 jährt sich zum zwanzigsten Mal meine Wahl zum Stadtpräsidenten von Biel. <br><br>Und heute ist der richtige Zeitpunkt, um meinen vor zwei Jahren im Kreise meiner Familie gefassten Beschluss bekannt zu geben: ich trete auf den 31. Dezember 2010 von meinem Amt als Stadtpräsident und Finanzdirektor zurück.<br><br>Ich habe mich bei den letzten Gemeindewahlen im Jahre 2008 zum sechsten Mal als Stadtpräsident wählen lassen, weil zu diesem Zeitpunkt vieles für die Stadt Biel sowohl in inhaltlicher wie auch personeller Hinsicht noch nicht genügend klar und reif war. Ich wusste aber bereits damals, dass ich beim Erreichen meines 20. Amtsjubiläums zurücktreten werde. Und dies ist heute der Fall.<br><br>Die heutige Bekanntgabe ermöglicht es, noch dieses Jahr die Nachfolgeregelung treffen zu können, sodass im vollamtlichen Gemeinderat keine Lücke entstehen wird. Das Partei- und Fraktionspräsidium sowie die Stadtkanzlei sind auf meine heutige Ankündigung vorbereitet.<br><br>Die Stadt entwickelt sich weiter in die richtige Richtung, sie wächst sowohl hinsichtlich der Bevölkerung als auch der Wirtschaft und hat sich national in wichtigen Bereichen einen guten Namen gemacht. Die Finanzen sind im Griff, das Projekt „Finanzstrategie“ konnte auf die Ebene des Stadtrates gebracht werden und in den letzten Tagen gab es positive Signale bezüglich der Autobahnumfahrung als auch der Schifffahrt.<br><br>Bis zu meinem Ausscheiden aus dem Amt werde ich alles daran setzen, dass Klarheit herrscht in den folgenden Projekten:<br><br>-&nbsp;&nbsp;&nbsp; „Stades de Bienne“ ist entweder im Bau oder HRS muss CHF 7 Millionen bezahlen; es wird auch auf Stufe Kantonsregierung feststehen, welche kantonalen Subventionen erhältlich gemacht werden können.<br><br><br>-&nbsp;&nbsp;&nbsp; „Struktur 2013“ wird am 26. September 2010 den Stimmberechtigten zur Entscheidung vorgelegt und bei einer Annahme wird mit der Umsetzung begonnen.<br>-&nbsp;&nbsp;&nbsp; „Esplanade“ wird vom Stadtrat am 15. Dezember 2010&nbsp; hinsichtlich des Kongresshausparkings, der Oberflächengestaltung inklusive AJZ-Lösung und dem Landverkauf an die Alpine Finanz AG zu Handen der Volksabstimmung vom 13. Februar 2011 verabschiedet und bezüglich des Zentralen Verwaltungsgebäudes wird in der selben Stadtratssitzung über das weitere Vorgehen entschieden.<br>-&nbsp;&nbsp;&nbsp; "AGGLOlac“ wird im Herbst von den Parlamenten von Nidau und von Biel diskutiert und es werden Projektierungskredite gesprochen werden oder das Projekt wird fallen gelassen.<br>Viele mir auch wichtige Vorhaben sind gesichert (Parkhaus Altstadt, Hochschule der Künste, Stadtgeschichte, Landverkauf an Rolex, Omega und Swatch, Harting und Previs, Pensionskasse) oder aufgegleist (Regionalkonferenz, Marketinggesellschaft Jura Région und Drei-Seen-Land, Stellung der zweisprachigen Stadt Biel, Bewerbung für den Campus der Berner Fachhochschule, Verbindung von der Taubenlochschlucht zum See, viele Landgeschäfte wie Swiss Tennis oder SABAG, Erneuerung der Baurechtsverträge, Theater Palace, Regiotram, Wiederbesetzung von Kaderstellen, Budget 2011 und die Investitionsplanung).<br><br>Aber vieles bleibt zu tun. Insbesondere der Vollzug der Finanzstrategie mitsamt der Verwaltungsstruktur und Verwaltungsreorganisation. Diese Projekte müssen aber von denjenigen Leuten getragen werden, die hernach auch damit leben müssen.<br><br>Die zwanzig Jahre, welche ich für die Stadt Biel arbeiten konnte, sind sehr schnell vorübergegangen. Ich konnte dabei sehr viele sehr schöne und eindrückliche, aber auch einige wenige schwierige und bittere Erfahrungen sammeln.<br><br>Ich danke in erster Linie meiner Ehefrau Rosmarie und unseren drei Kindern Thomas, Andreas und Katharina, welche während der ganzen Amtszeit den höchsten Preis für mein Verständnis für das Stadtpräsidentenamt zu entrichten hatten.<br><br>Ohne das herausragende Engagement meiner engsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten wir die unzähligen Projekte nicht realisieren können. Aber auch allen städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Personalverbänden gebührt mein Dank und meine Anerkennung.<br><br>Während meiner Zeit als Stadtpräsident habe ich mit insgesamt 26 verschiedenen Gemeinderatskolleginnen und -kollegen und mit mehreren Hundert Stadträtinnen und Stadträten an zirka 1000 Gemeinderats- und Stadtratssitzungen sehr konstruktiv, kollegial und auch erfolgreich zusammengearbeitet.<br><br>Weit mehr als 200 Vorlagen wurden in meiner Präsidialzeit den Stimmberechtigten der Stadt Biel zur Beschlussfassung vorgelegt und nur insgesamt vier Mal gab es ein Volks-Nein, über 98 % der Projekte fanden die Zustimmung der Bielerinnen und Bieler. In den letzten zehn Jahren war die Zustimmung hundertprozentig. Diese äusserst positive direktdemokratische Beziehung mit meinen Bielerinnen und Bielern wird mir in Zukunft sehr fehlen.<br><br>Seit 1976 bin ich Mitglied der Sozialdemokratischen Partei und auch während meiner langen Stadtpräsidentenzeit habe ich weder mit der Partei noch mit der Fraktion unüberwindbare Differenzen und Meinungsverschiedenheiten gehabt. Das ist nicht selbstverständlich. Aber auch von den anderen Parteien durfte ich – insbesondere seit der Expo.02-Zeit, viel Zustimmung und Unterstützung entgegennehmen. <br><br>Die grösste Herausforderung für mich war, gute und fruchtbare Kontakte zu den immer zahlreicher gewordenen privaten Investoren, Unternehmer, Entwickler und Manager zu knüpfen. Diese Menschen, welche den Tatbeweis für ihr Interesse an Biel mit Investitionen geliefert haben, habe ich schätzen und würdigen gelernt. Das gilt selbstverständlich auch für die wachsende Zahl von Bielerinnen und Bieler, welche unserer Stadt ein Gesicht geben und hier ihre Heimat gefunden und in den letzten zwanzig Jahren weit über CHF 2,5 Milliarden in Form von Steuern an die Stadt Biel abgeliefert haben. Nicht vergessen will ich alle diejenigen, die sich auch für die kulturellen, sportlichen und sozialen Belange eingesetzt haben. Da das jetzige Pflichtenheft des Stadtpräsidiums diese Bereiche nicht vorsieht, kamen sich diese Kreise immer etwas benachteiligt vor. <br><br>Ende 2010 werde ich ohne jegliche Alters- oder Ermüdungserscheinungen von meinem geliebten Amt als Stapi von Biel zurücktreten. Gleichzeitig freue ich mich auf die nächste – klammheimlich schon vorbereitete und hoffentlich etwas ruhigere Lebensetappe. Ich werde künftig mein Hauptaugenmerk der nationalen Politik widmen und mein Amt als Nationalrat intensiver und tatkräftiger ausüben, ohne dabei die Interessen unserer Stadt und Region sowie unseres Kantons Bern zu vergessen. Natürlich werde ich mich weiterhin als Präsident des Eidgenössischen Turnfestes 2013 für dieses Grossereignis einsetzen. <br><br>Ich werde die 20 Jahre an der Spitze der Stadt Biel nie vergessen und ich bereue keine Sekunde meiner Stadtpräsidentenzeit, denn unsere Stadt Biel hat kein schöneres Amt zu vergeben, als dasjenige des Stadtpräsidiums. <br><br>Schon heute möchte ich mich bei denjenigen Menschen entschuldigen, welche ich in den letzten zwanzig Jahren durch mein Naturell benachteiligt oder gar verletzt habe. Gleichzeitig bedanke ich mich bei allen für das der Stadt Biel und mir entgegengebrachte Vertrauen und die gewährte Unterstützung."

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