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Biel

Stadtrat sagt Ja zur Neugestaltung des Neumarktplatzes

Der Neumarktplatz mitsamt Walkeplatz, Neumarkt- und Reitschulstrasse kann saniert werden. Der Stadtrat hat den 4,8-Millionen-Franken-Kredit genehmigt.

Der Neumarktplatz fristet seit rund drei Jahren ein trostloses Dasein. Das soll sich ab nächsten Sommer ändern. Copyright: BT / a

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Vorbehalten bleibt das fakultative Referendum. Über zwei Stunden haben die Bieler Stadträte am Donnerstagabend über den Verpflichtungskredit «Neugestaltung Neumarkt- und Walkeplatz sowie strassenbauliche Sanierung Neumarkt- und Reitschulstrasse» debattiert.

Gegen die Aufwertung kämpften die Fraktionen SVP/Die Eidgenossen und FDP/PRR/EVP/EDU, für die sowohl das Kosten-Nutzen-Verhältnis als auch der Inhalt des Projekts nicht stimmte. Allen voran Peter Bohnenblust (FDP): Das Projekt sei «schön, aber zu teuer und nur ‹nice to have›».

Knapp 20 Ratsmitglieder argumentierten mehrheitlich für die Neugestaltung. Wichtigstes Argument der Befürworter: Es handle sich um ein Gesamtpaket, so die zuständige Gemeinderätin Barbara Schwickert, Direktorin Bau-, Energie und Umwelt. Nur deshalb würden Bund und Kanton rund 2,2 Millionen Franken beisteuern. Der Neumarktplatz soll mit einem neuen Belag, Bäumen und Sitzgelegenheiten zum Verweilen und Flanieren einladen. Gemeinsam mit der gleichzeitigen Aufwertung des Walkeplatzes und der dringend notwendigen Sanierung der Strassen nutze das Projekt dem ganzen Quartier.

Dennoch gab es bei den Details des Projekts Kritikpunkte. Auf Initiative der Grünliberalen beispielsweise soll gemäss Gemeinderat auf eine der Lichtsignalanlagen verzichtet werden. Offen ist, ob das Volk noch über das Projekt entscheiden kann. Die Freisinnigen haben bereits ein mögliches Referendum angekündigt. fup

 

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Kommentare

Biennensis

Zuerst wollte der Gemeinderat 4 Strassenwischer einsparen und jetzt wird schon wieder ein 4,8 Millionen-Franken-Kredit (Netto oder Brutto?) mit freundlicher Zustimmung der Stadträte bewilligt... das Ganze ist wohl ein 4.8 Millionen-Schachzug vom Stadtrat: "Da 4.8 Millionen besser durchzuwinken sind als die 5 Millionen mit einer Volksabstimmung! Hat der Bahnhofplatz als "Lernmodul" doch noch seine Wirkung hinterlassen..." (?)


Henri

Ich verstehe nicht, wieso das Rechtsabbiegen in die Freiestrasse nun aufgehoben werden soll. Nicht jeder kommt über die Autostrasse(n) nach Biel rein! Und wenn man schon in der Stadt ist, müssen unnötige Umwege gefahren werden (was ja jetzt schon massiv der Fall ist), um ins neue Parkhaus zu kommen. Und dann wird gemotzt, dass es nicht genutzt wird. Wenn ich in meinen Laden an der Freiestrasse gelangen will, darf ich von der Jurastrasse her NICHT links abbiegen, ebenso von der Heilmann-Strasse/Reuchenette her. Nun kann ich von der Neumarktstrasse her auch nicht mehr abbiegen - mir bleibt also nur das Ausweichen über die Reitschulstrasse - was ja vermieden werden soll. Einfacher wäre es meines Erachtens, das Rechstabbiegen weiterhin zu ermöglichen, gleichzeitig aber Velostreifen zur Sicherheit der Velofahrer anzulegen. Dann könnte die Reitschulstrasse fast komplett für den Verkehr (ausser als Ausfahrt von der Mittelstrasse her) geschlossen werden... Ich hoffe, dass ein Referendum ergriffen wird. Da ich in der Agglomeration wohne, habe ich leider keine Möglichkeit dazu.


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