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Kanton Bern

Sollen Künstler noch 
nach New York fliegen?

Das Kulturatelier des Kantons in New York steht zur Debatte. Angestossen hat diese die Bieler SVP-Grossrätin Sandra Schneider.

Symbolbild: bt/a

Die Berner Regierung ist bereit zu prüfen, ob es angesichts des Klimawandels noch zeitgemäss ist, Kulturschaffenden ein Künstleratelier in New York anzubieten. Das schreibt die Kantonsregierung in einer anfang Woche veröffentlichten Antwort auf einen Vorstoss im Grossen Rat.

Der Regierungsrat betont in seiner Antwort, die kantonale Bildungs- und Kulturdirektion werde für die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner des Ateliers in New York Empfehlungen erarbeiten. Zudem beantragt die Regierung dem Grossen Rat, ihr den Vorstoss in der Form des Postulat zu überweisen.

Eingereicht haben den Vorstoss Sandra Schneider (Biel) und Peter Salzmann (Mülchi), die beide der SVP angehören. Sie fordern in ihrem als Motion eingereichten Vorstoss bei der Ausschreibung von Kulturstipendien mehr Kooperation des Kantons Bern mit anderen Kantonen. Zudem sei angesichts des Klimawandels in Zukunft auf Atelier-Standorte in Nachbarländern der Schweiz zu setzen, nicht mehr auf eine Stadt in den USA. Das senke die Kosten und sei eine konkrete Massnahme zugunsten des Klimas.

Zur Forderung nach mehr Kooperation antwortet die Berner Regierung, seit vielen Jahren setze der Kanton Bern auf Zusammenarbeit. Die Ateliers in Berlin und Brüssel biete er zusammen mit Städten wie Thun, Winterthur und mit Kantonen wie Jura und Neuenburg an. Das Atelier in New York stellt der Kanton Bern zusammen mit der Stadt Bern zur Verfügung. Es existiert seit 1982.

Die Kantonsregierung verteidigt die Auslandstipendien als «wichtige Instrumente, mit denen der Kanton Bern herausragende Kulturschaffende in ihrer künstlerischen Laufbahn fördert». sda

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