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Biel

Solidarität kundtun am Frauenstreiktag

Der städtische Personalverband der Stadt Biel (PVBB) ruft seine Mitglieder und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung dazu auf, am 14. Juni ihre Solidarität mit den Streikenden zu bekunden.

Symbolbild: Keystone

Jede Arbeit ist wichtig und verdient Respekt, dieser Meinung ist der Personalverband. Immer noch bestehen Ungleichbehandlungen bei den Löhnen, bei der sozialen Absicherung, fehlen ausreichend Betreuungs- und Krippenplätze und die längst fällige Aufwertung der Familienarbeit ist ansatzweise erfolgt. Die Aufteilung der Hausarbeit zwischen Mann und Frau war und ist weiterhin weitgehend Frauensache. Das Arbeitsverständnis unserer Gesellschaft anerkennt Arbeitsleistung nur dann, wenn diese reguliert und ökonomisch messbar, sprich gegen Bezahlung erbracht wird.

Dies und vieles mehr will der Frauen*streiktag vom 14. Juni in Erinnerung rufen. Er bietet eine Plattform zum Austausch, soll Entscheidungsträgerinnen und –träger sensibilisieren und ein unüberhör- und sehbares Zeichen setzen, damit dem Gleichstellungsartikel in der Bundesverfassung 28 Jahre nach dem letzten Frauen*streik endlich Leben eingehaucht wird.

Der PVBB hat deshalb den Gemeinderat dazu aufgerufen, die Bewegung zu unterstützen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung die Teilnahme am Frauen*streik mit einer Zeitgutschrift auf Arbeitszeit zu ermöglichen. In seiner Medienmitteilung vom 15. Mai stellt es der Gemeinderat allen Mitarbeitenden frei, am Frauen*streik teilzunehmen. Dies setze jedoch voraus, dass es die betrieblichen Verhältnisse zulassen. Eine Anrechnung von Arbeitszeit schliesst der Gemeinderat explizit aus. Er verpasst es damit nach Ansicht des PVBB, gegenüber seinem Personal und der Öffentlichkeit ein klares Zeichen zu setzen und seine Solidarität mit den Anliegen der Streikenden und insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu beweisen. mt
 

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