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Ehe

Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn sind offen für Trauung gleichgeschlechtlicher Paare

Gesprächssynode der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn spricht sich für die kirchliche Trauung von Homosexuellen aus. Pfarrerinnen und Pfarrer können jedoch nicht dazu gezwungen werden.

Symbolbild: Pixabay

Am letzten Samstag, 16. Oktober, fand in Zollikofen eine Gesprächssynode der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn statt, die sich mit der Frage beschäftigte, ob auch kirchliche Trauungen für gleichgeschlechtliche Paare eingeführt werden sollen. Laut einer Mitteilung beriet die Abgeordnetenversammlung der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz bereits 2019 über diese Frage und befürwortete mit 49 zu 11 Stimmen die Öffnung der zivilrechtlichen Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Die Abgeordnetenversammlung empfahl zudem den reformierten Kantonalkirchen, auch die kirchliche Trauung für gleichgeschlechtliche Paare zu ermöglichen.

Obschon die Reformierte Kirche der kirchlichen Trauung gleichgeschlechtlicher Paare grundsätzlich offen gegenübersteht, können Pfarrerinnen und Pfarrer nicht dazu verpflichtet werden, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Die Bibel wird betreffend Homosexualität, gleichgeschlechtliche Ehe und Trauung unterschiedlich interpretiert. Die Reformierte Kirche hat nicht wie andere Kirchen ein zentrales Lehramt, welches eine Interpretation festlegt. Eine Pfarrperson soll folglich nicht dazu verpflichtet werden können, eine gleichgeschlechtliche Trauung durchzuführen. Die Gewissensfreiheit von Pfarrpersonen ist in der Kirchenordnung der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn gewährleistet. mt
 

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