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Untersuchung

Radioaktive Altlasten im Mettmoos werden frühestens in zwei Jahren entsorgt

Die vorliegenden Resultate der durchgeführten Altlasten-Untersuchungen im Mettmoss zeigen, dass keine Gefahr besteht. In den kommenden Jahren müssen aber gewisse Sanierungen durchgeführt werden.

Symbolbild: bt/a

Die Deponie Mettmoos wurde zwischen 1937 und 1976 für die Kehrichtentsorgung der Stadt Biel verwendet, bis zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme der MÜVE (damals MÜRA). Nach der Schliessung wurde die Deponie aufgefüllt und mit einer mindestens fünf Meter tiefen Schicht aus Erdreich (insbesondre Bauschutt und Aushubmaterial) zugedeckt. Es ist deshalb seit langer Zeit bekannt, dass sich an dieser Stelle Abfälle befinden.

Die Altlasten-Untersuchungen in Absprache mit dem kantonalen Amt für Wasser und Abfall (AWA) zeigten, dass das Grundwasser und der Orpundbach durch Schadstoffe aus dem Deponiekörper verschmutzt werden.

Altes Entwässerungssystem funktioniert nicht mehr
Die Detailuntersuchungen bezogen sich einerseits auf den Zustand des ursprünglichen Entwässerungssystems und anderseits auf die Analyse der Schadstoffe. Die Kanalfernseh-Aufnahmen zeigen, dass die alten Entwässerungssysteme der ehemaligen Deponie Mettmoos nicht mehr funktionstüchtig sind und das Deponie-Sickerwasser nicht mehr kontrolliert gefasst werden kann.

In den entnommenen Wasserproben des Entwässerungssystems, im Grundwasser und im Orpundbach wurden erhöhte Konzentrationen an chlorierten Lösungsmitteln und Ammonium gemessen. In einzelnen Schrebergärten wurden Bodenproben entnommen. In den analysierten Proben wurden erhöhte Schwermetall-Gehalte festgestellt.

Keine Gefährdung für Menschen
Mit den gemessenen Gehalten besteht aber keine Gefährdung für die Nutzerinnen und Nutzer. Deren Ursprung muss nicht mit der Deponie zusammenhängen, sondern kann auch über die Luft oder durch übermässigen Düngereinsatz in den Boden gelangt sein.

Im Deponiekörper wurden stark erhöhte Methan- und Kohlendioxid-Gehalte festgestellt. In Leitungen und Kanalisationsschächten kann dies zu kritischen Gasansammlungen führen. Diesbezügliche Sicherheitsmassnahmen wurden aber bereits umgesetzt.

Radiumkontaminierte Abfälle sehr wahrscheinlich
Auf Grund der Erfahrungen des letzten Jahres wurden zudem im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) Wasserproben auf Radium-226 untersucht. Die Resultate dieser Messungen im Grundwasser unter der ehemaligen Deponie Mettmoos haben zwar lokal Spuren von Radium-226 angezeigt, was den Rückschluss nahelegt, dass wahrscheinlich dort auch radiumkontaminierte Abfälle abgelagert wurden.

Ein gesundheitliches Risiko für die Bevölkerung ist allerdings bei den geringen gemessenen Werten als äusserst unwahrscheinlich einzustufen. Alle Wasserproben unterschreiten den strengen Richtwert der EU für Radium-226 im Trinkwasser und stellen somit kein Risiko für die Gesundheit dar, zumal es in der weiteren Umgebung der Deponie Mettmoos gar keine Trinkwasserfassungen gibt.

Entsorgung frühestens in zwei Jahren
Die Ziele und der Zeitpunkt der Sanierung werden zusammen mit dem kantonalen Amt für Wasser und Abfall (AWA) festgelegt. Anschliessend muss die für die Sanierung der Altlast optimale Variante ermittelt werden. Dabei müssen Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Auswirkungen auf die Umwelt der einzelnen Sanierungsmassnahmen beurteilt werden. Für diesen Prozess ist mit einer Dauer von rund zwei Jahren zu rechnen. Sobald die optimale Variante bestimmt ist, wird ein konkretes Sanierungsprojekt erarbeitet. mt

 

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Kommentare

Biennensis

Grün ist die Natur, die darüber wächst und Rot ist das Sickerwasser, dass aus der Schrotthalde fliesst! Was das wohl kosten wird?


wilsch28

...AUS DEN AUGEN, AUS DEM SINN... bestätigt sich nun bals 40 Jahren doch nicht ganz! - Wehe, die radioaktiven CH-Fässer im Aermelkanal machen sich plötzlich auch "bemerkbar", dann AKW-Fan's SEI DANK! - Was lernen wir daraus...???


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