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Nidau

Mehr Lastwagenverkehr auf der Hauptstrasse: Es werden Sofortmassnahmen gefordert

Nach der Sperrung der Wehrbrücke für den Schwerverkehr im April hat der Lastwagenverkehr auf der Hauptstrasse in Nidau um 60 Prozent zugenommen. Aus diesem Grund forderte der Gemeinderat von Nidau vom Kanton Bern Sofortmassnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit im Zentrum von Nidau.

Bild: Matthias Käser/a

Der Kanton Bern ist diesem Anliegen nachgekommen und hat dem Gemeinderat nun zwei Varianten zur Verbesserung der Verkehrssicherheit unterbreitet. Beide Varianten umfassen die Verbreiterung der bestehenden Fussgängerschutzinseln, die Signalisation der Fussgängerstreifen und Optimierungen der Beleuchtung. Weiter wird auf der Brücke über den Nidau-Büren-Kanal eine Neumarkierung zu einer sogenannten Kernfahrbahn vorgenommen. Dies ermöglicht es, mit einem Radstreifen das Sicherheitsgefühl für Fahrradfahrende zu erhöhen. Zudem wird eine Ergänzung des Radstreifens vor dem Kreisel Kreuzweg Richtung Ipsach vorgenommen. Weiter wird die Bushaltestelle Höhe Kirche in Richtung Ipsach auf der Fahrbahn angeordnet.

Die vom Kanton Bern vorgeschlagenen Varianten unterscheiden sich in erster Linie in der Festlegung der Höchstgeschwindigkeit. Eine Variante geht von einem Temporegime von 50 km/h aus, begleitet von verschiedenen flankierenden Massnahmen wie die Aufhebung einzelner Parkplätze und einer Bushaltestelle auf der Fahrbahn Höhe Kirche in beide Richtungen. Die zweite Variante basiert auf einem Temporegime 30 km/h. Bei dieser Variante werden zusätzlich breite Bänder mit farblich gestalteter Strassenoberfläche (FGSO) zur Verbesserung der Sicherheit für den Langsamverkehr am Fahrbahnrand eingezeichnet. Weitergehende einschränkende Massnahmen für den motorisierten Individualverkehr sind nicht notwendig.

Bei der Güterabwägung insbesondere unter Berücksichtigung der Interessen des Gewerbes sowie der Fussgänger- und Schulwegsicherheit hat sich der Gemeinderat für die Variante mit Tempo 30 entschieden.

Zudem ist festzuhalten, dass die Umsetzung der Sofortmassnahmen zur Folge hat, dass das Projekt zur Erneuerung der Nidauer Ortsdurchfahrt zurückgestellt wird. Damit wird auch der Petition „Stopp Erneuerung der Nidauer Ortsdurchfahrt“ weitgehend entsprochen. Eine Realisierung der Sofortmassnahmen wird per August/September 2019 angestrebt.

Neues Veranstaltungskonzept
Der Gemeinderat verabschiedet sein überarbeitetes Veranstaltungskonzept und setzt dieses per 1. August in Kraft. Ziel des neuen Konzepts ist es in erster Linie transparent gegenüber der Bevölkerung, den Behörden und den Veranstaltern aufzutreten. Das Konzept beinhaltet u.a. die Einführung eines Veranstaltungskalenders auf der Homepage und mehrere neue Gesuchformulare, Merkblätter und Anleitungen als Hilfestellung für Veranstalter und Interessierte. Sämtliche Unterlagen sind auf der Website der Stadt Nidau verfügbar. Das Konzept gilt für Veranstaltungsgesuche, die nach dem 1. August eingereicht werden.

Kontrolle der Schutzräume 2020
Im Jahr 2020 müssen in Nidau sämtliche privaten und öffentlichen Schutzräume überprüft werden. So ist es im entsprechenden Konzept und Zeitplan des Kantons vorgesehen. Der Gemeinderat beauftragt für die Durchführung der Schutzraumkontrolle die Firma Abri Audit AG, die bereits für mehr als 100 Gemeinden im Kanton Bern die Schutzraumkontrollen durchführte. Die Eigentümer werden frühzeitig über den genauen Zeitplan und sämtliche Details informiert. Die Schutzraumkontrolle ist seit 2015 im ganzen Kanton Bern im Gange. Sie dient der Erfassung der technischen Betriebsbereitschaft und als Grundlage für die Steuerung des Schutzraumbaus sowie für die Zuweisungsplanung der Bevölkerung auf die Schutzräume.

Sanierung 16kV-Kabel von der Trafostation Zentrum bis an die Zihlstrasse
Um die elektrische Versorgung in Nidau sicherzustellen, genehmigt der Gemeinderat einen gebundenen Nachkredit von 40 000 Franken für das Sanieren eines Teilstücks des 16kVKabels von der Trafostation Zentrum bis zur Zihlstrasse. Das Kabel ist aufgrund der enormen Hitze am 27. Juni geschmolzen und es gab einen Stromunterbruch im entsprechenden Versorgungsgebiet.

Marketing für Elektrizitätsversorgung Nidau
Die Elektrizitätsversorgung Nidau will sich durch gezieltes Marketing vermehrt für kleinere, nachhaltige Projekte einsetzen. Im sich liberalisierenden Strommarkt sind ferner zunehmend Anstrengungen zur Kundenbindung notwendig. Der Gemeinderat spricht einen Nachkredit von 10 000 Franken.

Bahnhofgebiet Nidau
Im Hinblick auf den Umbau und die Neugestaltung des Bahnhofareals wird in einem ersten Schritt ein Landabtausch von 108 m2 im Bereich der Gleisanlagen zugunsten der Aare Seeland mobil AG (ASm) vorgenommen. Diese sinnvolle Regelung der Besitzverhältnisse bietet der ASm die Möglichkeit, den Interessenkorridor als Grundeigentümerin für einen späteren Ausbau zu sichern.

Personalbefragung
Gemeinsam mit der Aufsichtskommission wird noch in diesem Jahr eine Personalbefragung durch eine externe Stelle durchgeführt. Dabei sollen sämtliche rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wovon rund 120 Personen im Monatsgehalt, befragt werden. Mit der Umfrage soll die Arbeitszufriedenheit, das Commitment und Engagement der Mitarbeitenden gemessen werden. Die Erkenntnisse aus der Befragung werden in die strukturelle Organisation und die HR-Instrumente einfliessen. Der Gemeinderat spricht dazu einen Nachkredit von 13 800 Franken.

Weiterbildung des Personals
Der Gemeinderat bewilligt einen Nachkredit in der Höhe von 45 000 Franken für die Weiterbildung des Personals.

Kontozuständigkeiten
Der Gemeinderat bewilligt die Anpassungen der Kontozuständigkeiten für das Jahr 2019. Der Gemeinderat legt jährlich für jedes Konto der Erfolgsrechnung fest, wer über die bewilligten Budgetkredite verfügt. mt

 

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