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Projekt Agglolac

Konzept «Citélac» soll es richten

Das städtebauliche Konzept «citélac» des Teams Bauzeit Architekten wird als Grundlage für die weitere Agglolac-Planung dienen. Die Testplanung bestätigte das Potenzial des Vorschlags der Bieler Architekten

So soll es zukünftig am Bielersee-Ufer aussehen: «citélac» Bebauungs-Freiraumplan, Bild: zvg

Nach Abschluss des Testplanungsverfahrens hat die Jury des Stadtquartiers Agglolac aus fünf Vorschlägen jenen ausgewählt, der weiterbearbeitet wird.

Es handelt sich um das städtebauliche Konzept «citélac» des Teams um das Bieler Büro Bauzeit Architekten. Dieses überzeugte laut Medienmitteilung das Beurteilungsgremium aus Fachleuten sowie Vertretern der Projektgesellschaft Agglolac schon im vorangegangenen Ideenwettbewerb.

Die Testplanung hat nun bestätigt, dass «citélac» das grösste Potenzial hat, die hohen An-forderungen an das Grossprojekt zu erfüllen. Überzeugt haben insbesondere folgende Merkmale des Konzepts:

- Das Bebauungsmuster erzeugt grösstmögliche Durchlässigkeit zwischen dem See und dem Wohnquartier – Stadt und Landschaft sind harmonisch verbunden.

- Die Verlängerung des Barkenhafens bringt den See tief in die urbane Zone und ermöglicht die Schaffung attraktiver öffentlicher Bereiche am Wasser.

- Die grosszügige Freifläche zwischen Bieler und Nidauer Strandbad bewahrt den Er-holungsraum am Seeufer und wertet ihn auf.

- Südlich der Verlängerung des Barkenhafens besteht das Potenzial zur städtebaulichen Verdichtung in Form eines oder mehrerer Hochhäuser.

Besonders hoch sind die Erwartungen der Bevölkerung wie auch der Gemeindeinitiative Publilac hinsichtlich der öffentlichen Erholungszone vom Bieler bis zum Nidauer Strandbad. Entsprechende Voten in der Mitwirkung vom Januar und Februar 2014 haben sich im überarbeiteten Konzept «citélac» bereits niedergeschlagen. Im Zuge der Weiterentwicklung des Projekts ist vorgesehen, den öffentlichen Uferbereich noch weiter zu optimieren und zu attraktivieren.


Modell «citélac» Gesamtsicht, Bild: zvg

Zuversichtlich sind auch die Vertreter der beteiligten Städte. Der Bieler Stadtpräsident Erich Fehr: «Im gegenwärtigen Bearbeitungsstand ist ‹citélac› eine hervorragende Grundlage, um ein mehrheitsfähiges Projekt im Interesse der ganzen Agglomeration zu entwickeln.»

Nach Abschluss der Testplanung ist der Weg aber noch weit, bis auf dem ehemaligen Expo-Gelände gebaut werden kann. Als nächstes wird die Projektgesellschaft Agglolac auf der Basis von «citélac» die baurechtlichen Grundlagen der Seeuferzone überarbeiten. Die Nidauer Bevölkerung sollte laut Medienmitteilung in etwa zwei Jahren über die Anpassung des Zonenplans abstimmen können. mt

 

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Kommentare

mstuedel

Dass Barkenhafen und Péniche unangetastet bleiben, ist positiv zu werten. Ähnliches hätte ich mir eigentlich auch erhofft, was das Lago Lodge anbelangt. Mit seiner Mikrobrauerei, der preiswerten Hostellerie sowie dem Gastronomiegebäude in der alten Fabrikhalle geht ein kleines, aber feines Stück Biel/Nidau verloren. Schade, dass es die städtebauliche Planung offenbar nicht zulässt, dieses Element zu erhalten.


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