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Tissot Arena

Gegen die Bestimmungen

Die HRS vermietet Verkaufsflächen im Mantel der Tissot Arena, die mit den Bestimmungen nicht vereinbar sind. So ist etwa ein Migros-Restaurant rechtlich nicht zugelassen.

Bild: bt/a

Reto Bertschi war alles andere als erfreut, als er erfahren hat, dass die Migros Aare im Mantel der Tissot Arena ein Self-Service-Restaurant eröffnen will. Bertschi ist Verwaltungsratspräsident der Stars of Sports AG. Diese hat sich das Exklusivrecht für die Gastronomie im Komplex gesichert (Ausnahme ist das Restaurant in der Curlinghalle, das BT berichtete). Nun droht da plötzlich eine Konkurrenz, die nicht ins Betriebskonzept der Stars of Sports AG passt.

Man wolle auf 350 Quadratmetern ein Restaurant einrichten, bestätigt Migros-Sprecherin Andrea Bauer auf Anfrage. «Der Vertrag wird in diesen Tagen unterschrieben.» Nur: Rechtlich lassen sich die Pläne der HRS, der Migros eine Fläche für das Restaurant zu vermieten, nicht stützen. Die zonenplanrechtliche Grundordnung aus dem Jahr 2010 schliesst ein autonomes Restaurant im Stadienmantel aus. Die HRS stimmte den Bestimmungen zu, weiss also über die rechtliche Lage Bescheid, auch, weil die Stadt bei der letzten gemeinsamen Sitzung noch einmal daran erinnerte. «Wir haben HRS-CEO Kull klargemacht, dass die baurechtlichen Grundlagen und die vertraglichen Abmachungen ein solches Restaurant nicht zulassen», sagt Biels Stadtpräsident Erich Fehr (SP). Rechtlich Probleme könnte auch der geplante Einzug des Kleidergeschäfts Blackout bereiten. «Blackout» hat eine Fläche von 350 Quadratmetern gemietet. Zugelassen sind laut Bestimmungen aber nur Fachmärkte auf einer Fläche von mindestens 1250 Quadratmetern. lsg

 

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Kommentare

manolo

richtig! die Migros soll sich verpissen!


Espresso

Langsam aber sicher nervt die Migros Aare mit ihrer Salami-Taktik! Zuerst verzögert sie das Stadionprojekt um ein ganzes Jahr, weil sie für ihr Land zur Bedingung gemacht hatte, dass dort keine Läden bzw. Fachmärkte (der Konkurrenz....) entstehen dürfen. Danach will sie plötzlich doch selber Mieterin werden, aber natürlich nur zu ihren Konditionen. Aldi und/oder Lidl boten offenbar mehr, die Migros zieht sich wieder zurück und verzögert damit die Realisierung der Stadien erneut. Als klar wurde, dass die Stadien gebaut werden, springt sie quasi in letzter Minute noch auf den Zug. Und nun will sie natürlich ihre Einnahmen mit einem Restaurant maximieren, auf Kosten der Stars of Sports AG. Da bleibt nur zu hoffen, dass die Verträge der Stars of Sports AG diesbezüglich, niet- und nagelfest sind und auch vom Regierungsstatthalteramt bestätigt bzw. nicht ausgehebelt werden können. Eigentlich verrückt. Hätte die Migros von Anfang an das Projekt unterstützt und wäre als grosser Ankermieter aufgetreten, die Stadien wären schon seit Jahren gebaut und in Betrieb. So ist es nichts als recht, wenn sie sich letztlich ins eigene Fleisch geschnitten hat und nicht mehr machen kann, was ihr gerade in den Kram passt. Die Stars of Sports AG bzw. der EHC Biel, ist auf Gedeih und Verderb auf die Einnahmen der Gastronomie angewiesen und die Migros soll endlich Ruhe geben.


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