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Fusionen beginnen beim Volk

Am BT-Lokaltermin im Büren ging es um Gemeindefusionen. Von den Erfahrungen der bislang grössten fusionierten Gemeinde, Glarus Süd, berichtete Gemeinderat Kurt Reifler.

Foto: Tobias Anliker

(bjg) Es war ein Gewaltakt. Kurt Reifler, Gemeinderat von Glarus Süd steht am Donnerstagabend vor einem zahlreichen Publikum im Rathaussaal in Büren und berichtet, wie es war, als die ausserordentliche Landsgemeinde am 7. Mai 2006 in Glarus einer Grossfusion zustimmte. <br>Fusionen sind das Thema am diesjährigen BT-Lokaltermin im ehemaligen Bürenamt. Ein aktuelles Thema im Kanton Bern und ebenso im ehemaligen unteren Bürenamt. Denn derzeit läuft auch hier ein entsprechendes Projekt. <br>Seit gut zwei Jahren prüfen die Gemeinden Büren, Oberwil, Rüti, Arch und Leuzigen, wie sie ihre Zusammenarbeit optimieren können. Die Variante Fusion ist dabei eine von mehreren Optionen. Regierungsrat Christoph Neuhaus nutzt die Gelegenheit, an seinem Referat Werbung für Fusionen zu betreiben. Über vielen Köpfen schwebe das «Schreckgespenst Zwangsfusion», sagt Neuhaus. Zwang werde aber nur als «ultima ratio» angewendet. Er verdeutlicht dies am Beispiel der bernjurassischen Gemeinde Monible, die es nicht schaffte, einen funktionierenden Gemeinderat auf die Beine zu stellen. Nun wird Monible einstweilen zwangsverwaltet. <br>«Es war eine knappe Mehrheit», sagt Kurt Reifler. Aus 25 Gemeinden wurden kurzerhand drei: Glarus Nord, Glarus Mitte und Glarus Süd. «Eine Fusion muss vom Volk gewollt werden», sagt er. In Glarus hatte es das Volk so gewollt. Der Grundgedanke dabei: «Man wollte einen starken Kanton», so Reifler, «und dafür sollten drei starke Gemeinden künftig besorgt sein». Seit dem 1. Januar haben die drei Grossgemeinden im Kanton Glarus ihren Betrieb aufgenommen. Noch sei es zu früh für eine Zwischenbilanz, so Reifler, «aber nebst einer beschlossenen Steuersenkung sind schon erste Synergieeffekte sichtbar.» <br><br>Mehr zum Thema im BT vom 19. November<br>

Stichwörter: BT-Lokaltermin

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