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Biel

Ein knappes Nein: Die Bielerinnen und Bieler wollen keinen neuen Neumarktplatz

Das Bieler Stimmvolk hat die Umgestaltung des Neumarkt- und Walkeplatzes abgelehnt. Ein Ja gab es für die Teiländerung der baurechtlichen Grundordnung im Bereich "Steinbruch Vorberg".

Der Neumarktplatz bleibt, wie er ist.

Das war eine knappe Entscheidung: Das Bieler Stimmvolk hat sich dagegen entschieden, dass der Neumarkt- und der Walkeplatz ein neues Gesicht erhalten. Der Nein-Stimmenanteil beträgt 50,6 Prozent. In Zahlen bedeutet dies: 7603 Ja- gegen 7792 Nein-Stimmen.

Beim zweiten Geschäft, über das die Bieler zu entscheiden hatten, gab es ein deutliches Ja. Mit 80 Prozent wurde die Teiländerung der baurechtlichen Grundordnung im Bereich "Steinbruch Vorberg" angenommen.

Aussergewöhnlich hoch war die Stimmbeteiligung: 54,7 Prozent der Bieler Stimmberechtigten gaben ihre Stimme ab.

Sieg für Referendumskomitee

Beim abgelehnten Geschäft handelt es sich um ein 4,8 Millionen Franken-Projekt. Dies hätte die Umgestaltung des Neumarkt- und der Walkeplatzes sowie die Sanierung angrenzender Strassen beinhaltet. Die Stadt Biel hätte 2,6 Millionen Franken der Kosten übernehmen müssen, den Rest hätten Bund und Kantone getragen. Der Stadtrat hatte das Projekt mit 30 Ja- zu 19 Nein-Stimmen klar angenommen. Doch ein überparteiliches Komitee ergriff gegen den Stadtrats-Entscheid das Referendum ergriffen und gestern mit 3598 Unterschriften eingereicht.

Das Geschäft Steinbruch

Die angenommene Teiländerung der baurechtlichen Grundordnung betritt das Gebiet „Steinbruch Vorberg“. Das Bieler Steinbruch am westlichen Hang des Bözingenbergs leiset mit einer durchschnittlichen jährlichen Abbaumenge von 60‘000 Kubikmetern einen wichtigen Beitrag zu regionalen Versorgung mit dem Baurohstoff Kalkstein.

Die Festlegung von Abbaustandorten und -mengen für Kies und Steine erfolgt auf kantonaler und regionaler Planungsebene. Bei der Überarbeitung des regionalen Richtplans Abbau, Deponie und  Transport (ADT) Biel-Seeland im Jahr 2012 wurde eine Erweiterung des «Steinbruches Vorberg» in den Richtplan aufgenommen.

Primär soll der Steinbruch abgetieft werden, aus technischen Gründen ist dafür aber auch eine Erweiterung der Steinbruchfläche notwendig. Die Stadt Biel ist verpflichtet, die Vorgaben des regionalen Richtplanes ADT in die kommunale Planung umzusetzen. Dies ist das Ziel der nun angenommenen Teiländerung der baurechtlichen Grundordnung. pam/mt
 

Kommentare

Observador

Verstand ist in Biel dünn gesät. Habe die Pfosten noch nicht gesehen, kann es mir aber vorstellen. Statt kein Geld auszugeben und einen Nutzen zu haben (Parkplätze), gibt man Geld aus, um keinen Nutzen zu haben. Macht doch Sinn, oder vielleicht doch nicht? Es fehlt an allem in Biel: WCs oder Abfalkübel, anständige Beleuchtung öffentlicher Strassen und Plätze etc. Dennoch haut man die Kohle lieber auf den Kopf. Biel ist krank. Zumindest Teile davon.


Boezinger

Dass nun heute, 2 Tage nach der Abstimmung, an der Westseite des Platzes teure Absperrpfosten eingelassen werden ist wieder typisches Zeichen der Baudirektion und des zuständigen Amtes. Statt dass man nun innehält und über die Bücher geht, scheint es das Wichtigste, gegen das Verwenden der Parkplätze politische Zeichen zu setzten, koste es was es wolle. Unglaublich, wie die Grünroten das Geld verschleudern!


stockam

Es ist bedenklich mit welcher Heiterkeit die Gemeiderätin Schwickert das dritte Scheitern der Vorlage im TV kommentiert hat. Jeder Verantwortungsbewusste Politiker muss sich doch fragen bin ich überhaupt noch auf dem richtigen Platz.


wilsch28

... im NAHERHOLUNGSGEBIET "Steinbruch Vorberg" wird nun weiter permanent, (bis ins Stadtgebiet spürbare "Erdbeben"), ganz legal gesprengt? Die Taubenlochschluchtgesellschaft wird somit weiter "verantwortlich" für lockere Felsbrocken bleiben und ab und zu die Schlucht aus Sicherheitsgründen (durch preiswerte Geologen) schliessen müssen? - Den "wohnenden" Lebewesen im Tierpark können nun durch den Tierschutz, tiergerechte Bauhelme, Ohrenpfröpfe und wirksame Beruhigungspillen, mit einem winzigen Teil, des eben ersparten 4,8 Millionen Franken-Neumarktplatz Projekt, erworben werden! - Also weiter: ACHTUNG STEINSCHLAG!!!


Nosgar

Ich hoffe , dass nun endlich wieder Parkplätze auf dem Platz geschaffen werden. Dieses Trauerspiel eines unnützen Platzes muss ein Ende haben.


Nosgar

Ich hoffe , dass nun endlich wieder Parkplätze auf dem Platz geschaffen werden. Dieses Trauerspiel eines unnützen Platzes muss ein Ende haben.


Observador

@Jost.rindlisbacher: Seit wann können denn die Befürworte zählen? Ich glaube, die haben es nicht so mit Zahlen. Sie haben bis heute nicht gemerkt, dass es immer der Steuerzahler ist, der alles bezahlt -und nicht "Bern".


muelhans42

Die Gegner sah man kaum auf der Strasse, dafür hatten sie genügend Geld und verbreiteten mit ihrem Plakat Halbwahrheiten bezüglich der Kosten. Schade, schade, eine verpasste Chance.


Observador

Die Vernunft hat gesiegt und die Beton Mafia verloren. Der Steuerzahler spart viel Geld. Die Abstimmenden im BT waren wohl 20x die Gleichen, deshalb das andere Ergebnis. Jetzt sollte man den. Platz wieder für Autos freigeben und die Umsätze steigen wieder in der Marktgasse. Der nächste Laden der schliesst, ist ja Depot. Dem leeren Neumarkt wegen.


Biennensis

Fazit: Die Subventionen sind nun weg und wir haben einen leeren und "nutzlosen" Platz.


jost.rindlisbacher

Es Bleibt nur zu hoffen das die Befürworter nicht eine Nachzählung verlangen. bei einer div von lediglich 189 Stimmen. !!!!!! Könnte gut sein......


Boezinger

Gut so! Dann war wohl das Umfrageergebnis (Frage der Woche im BT) getürkt..


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