Sie sind hier

Du Bois-Reymond: Islamischer Zentralrat vergibt eine Chance

Alard du Bois-Reymond, der Chef des Bundesamts für Migration (BFM), ist enttäuscht, dass sich die Spitze des Islamischen Zentralrats nicht ausdrücklich von der Steinigung von Frauen distanziert. Zentralratspräsident Nicolas Blancho vergebe so eine grosse Chance.

  • 1/9
  • 2/9
  • 3/9
  • 4/9
  • 5/9
  • 6/9
  • 7/9
  • 8/9
  • 9/9
zurück

(sda) Denn als Schweizer, der zum Islam konvertiert sei, kenne Blancho die Werte beider Seiten und wäre ein «idealer Brückenbauer», sagte du Bois-Reymond am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. <br><br>Doch Blancho habe es auch beim Treffen im BFM nicht geschafft, sich unmissverständlich von inakzeptablen Dingen wie der Steinigung von Frauen zu distanzieren. Dies wäre Voraussetzung dafür, dass sich der Islamische Zentralrat (IZRS) am Dialog von Muslimen mit Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf beteiligen dürfte. <br><br>Du Bois-Reymond räumte ein, dass der Ausschluss des IZRS zu einer Radikalisierung der Organisation führen könnte. «Ein gewisses Risiko ist vorhanden», sagte der BFM-Chef. Die Antwort der Bundesbehörden bestehe darin, dass man den Dialog mit der überwiegenden Mehrheit der gemässigten Muslimen vertiefen wolle. <br><br>«Bisher war dies ein informeller Austausch, jetzt machen wir Nägel mit Köpfen», sagte Du Bois-Reymond. Das nächste Treffen von Widmer-Schlumpf mit Muslim-Organisationen sei am 19. Mai geplant. «Die Muslime haben ihren Platz in der Schweizer Gesellschaft, wir werden nun die Spielregeln aushandeln», sagte der BFM-Chef.

Nachrichten zu Biel »