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Biel

Drei Kunstschaffende erhalten eine Unterstützung

Die Direktion Bildung, Kultur und Sport hat die drei ersten Künstlerinnen und Künstler ausgewählt, die eine Unterstützung bei der Karriereentwicklung erhalten.

Symbolbild: pixabay.com

Anfang 2020 lancierte die Stadt Biel mehrere neue Dispositive für die Unterstützung der Kunstschaffenden. In diesem Rahmen schrieb sie eine Unterstützung bei der Entwicklung einer künstlerischen Karriere aus, um besonders vielversprechende professionelle Künstlerinnen und Künstler in entscheidenden Momenten ihrer Karriere zu unterstützen. Die Unterstützung erfolgt in Form von zweijährigen Leistungsverträgen. Die unterstützten Empfängerinnen und Empfänger erhalten während dieser Zeit insgesamt ein Stipendium von 40'000.- Franken, um sich ihren Projekten zu widmen.

Auf die Ausschreibung der Stadt Biel haben sich 25 förderfähige Kandidatinnen und Kandidaten beworben. Die Kulturkommission hat ihre Dossiers geprüft und empfiehlt drei Kandidatinnen und Kandidaten. Die ausgewählten Personen dieser ersten Ausgabe sind Guadalupe Ruiz, Laurent Güdel und Antoine Rubin.

Guadalupe Ruiz (1978) ist Fotografin und Videokünstlerin. Ihre Arbeit wurde namentlich im Fotomuseum Winterthur ausgestellt und in zahlreichen nationalen und internationalen Publikationen veröffentlicht. Aktuell hinterfragt sie die Vorstellungen der häuslichen Organisation sowie der Authentizität und der Aneignung von Kunstwerken. Diese Themen stehen im Mittelpunkt des Projekts, das sie der Stadt Biel vorgestellt hat. Dabei kombiniert sie Fotografie und Video mit der Anfertigung von Gegenständen und Fotoalben.

Zu den Werken des Künstlers, Musikers und Forschers Laurent Güdel (1984) gehören CDs, Installationen, Performances, Filme, Publikationen, Soundtracks und Hörspiele. Seine übersprudelnde Arbeit präsentiert er von der Documenta14 in Kassel bis zur Shenzhen Animation Biennale in sehr unterschiedlichen Umgebungen. Mit State Music, seinem Projekt für die nächsten zwei Jahre, kombiniert er Musikproduktion, Performance, Installationen und Forschung über die politischen Aspekte des Aufkommens der elektronischen Musik.

Antoine Rubin (1990) ist ein produktiver Autor, in dessen Werken Anthropologie, Literatur und darstellende Kunst verschmelzen. Er hat bereits mehrere Erzählungen und Studien veröffentlicht. Dazu gehören Le chant des containers (2013), Wanderlust (2015), Et il y a ceux des forêts (2017) und Mémoire d’une forêt (2020). Er stellt seine Texte auch auf der Bühne vor und schreibt an Theaterstücken mit. Bis 2022 arbeitet er an einer «Cartographie poétique», die sich über verschiedene Formate entfaltet und Erzählungen, einen Roman und Performances umfasst.

Die nächste Unterstützung bei der Karriereentwicklung wird im Frühling 2021 ausgeschrieben. mt

 

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