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Nidau

Die Fahrenden dürfen vorerst bleiben

Die protestierenden Fahrenden dürfen zehn Tage auf dem besetzten Gelände in Nidau bleiben. Darauf haben sich Nidau als Standortgemeinde, Biel als Gelände-Besitzerin und die Protestierenden am Montag geeinigt. Die Behörden von Biel und Nidau erwarten vom Kanton, dass dieser eine Lösung präsentiert. UPDATE

  • 1/11 Die Jenischen wollen auf das ehemalige Expo-Gelände in Nidau. copyright: nicolas bollinger
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Frage der Woche

Finden Sie es in Ordnung, dass die Jenischen zehn Tage auf dem Expo-Gelände bleiben dürfen?





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Zwei Wochen wollen die Jenischen in Nidau rasten. Soll man sie auf dem Expo-Areal bleiben lassen?

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Resultate
Insgesamt 305 Stimmen
Ja, sie haben das gesetzliche Anrecht auf einen Platz und stören auf diesem Areal niemanden.
48%

Nein, mit ihrem Verhalten, den Platz einfach zu besetzen, haben die Jenischen ihr Recht zu bleiben verspielt.
52%

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Die Jenischen haben die Absperrung durchbrochen und fahren auf das Gelände in Nidau

UPDATE Montag, 17.00 Uhr: Kanton soll Lösung präsentieren

Nach Verhandlungen haben die Behörden der Städte Biel und Nidau den Jenischen eine Nutzungsbewilligung für das Gelände bis am Montag 5. Mai 2014 erteilt. Die beiden Städte fordern den Kanton Bern auf, umgehend eine Lösung für die Aufnahme von Jenischen auf dem Kantonsgebiet zu schaffen.

Nachdem sich die Gemeinschaft der Jenischen am letzten Freitag ohne Bewilligung auf dem Gelände des ehemaligen Expo.Parks in Nidau, welches sich im Eigentum der Stadt Biel befindet, eingerichtet hatten, hatten die Behörden der beiden betroffenen Städte Biel und Nidau ihnen eine Frist bis am Montag 28. April um 14.00 Uhr gesetzt, um das Gelände zu verlassen. Nach unbenutztem Ablauf dieser Frist haben die Behörden von Biel und Nidau heute eine Delegation der Jenischen getroffen, um mit ihnen die Situation zu besprechen.

Entsprechend dem in der Zwischenzeit von den Jenischen eingereichten Gesuch haben die Behörden ihnen den Aufenthalt auf dem Gelände für insgesamt 10 Tage, das heisst bis am Montag 5. Mai 2014 bewilligt. Die Jenischen haben sich verpflichtet, eine Miete zu bezahlen, das Gelände bei ihrem Abzug in den ursprünglichen Zustand zu versetzen und die Infrastruktur wieder instand zu stellen.

Die Behörden von Biel und Nidau anerkennen die Schwierigkeiten der Gemeinschaft der Schweizer Jenischen, geeignete Standplätze zu finden. In diesem Sinne haben sie mit dem bernischen Regierungspräsidenten Christoph Neuhaus Kontakt aufgenommen, damit dieser die Jenischen so rasch als möglich trifft und eine kurzfristige Lösung mit ihnen findet, bis eine langfristige Lösung der Problematik vorliegt. Die Behörden von Biel und Nidau erwarten vom Kanton, dass dieser sich entschieden für die Lösung dieses Problems einsetzt.

 

UPDATE Montag, 16.45 Uhr: Die Fahrenden dürfen vorerst bleiben

Die Behörden wollten den Fahrenden Gelegenheit für eine Verschnaufpause geben, sagte die Nidauer Stadtpräsidentin Sandra Hess vor den Medien. Der Vertreter der Fahrenden zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verhandlungsergebnis.
 

UPDATE Montag, 15.15 Uhr: Beide Seiten schweigen

Das Treffen zwischen den Jenischen und den Behörden von Biel und Nidau ist zu Ende. Über den Ausgang der Gespräche halten sich beide Seiten bedeckt. Die Behörden laden um 16.30 Uhr zur Medienkonferenz, an der sie über das weitere Vorgehen informieren wollen.

 

UPDATE Montag, 14 Uhr: Behörden treffen sich mit Vertretern der Jenischen

Die Resultate dieser Verhandlung werden am späten Nachmittag bekannt gegeben.

Am vergangenen Freitag hat sich eine Gruppe Jenische ohne Bewilligung auf einem Grundstück der Stadt Biel auf dem Expo.park in Nidau niedergelassen. Diesen wurde eine Frist bis heute Montag um 14:00 Uhr zum Verlassen des Geländes gestellt. Nach Ablauf dieser Frist haben die Behörden von Biel und Nidau die Vertreter zur Klärung der Situation eingeladen. Eine Pressekonferenz findet nach den Gesprächen am späteren Nachmittag statt.

Behörden und Jenische Treffen sich im Blöschhaus zu den Verhandlungen.

 

UPDATE Sonntag, 20 Uhr: "Wir wollen 14 Tage bleiben"

Die Stadt Biel hat den Jenischen auf dem ehemaligen Expo-Gelände in Nidau ein Ultimatum gesetzt. Bis am Montag am frühen Nachmittag müssen sie das Areal verlassen. Den Entscheid teilten Behördenvertreter von Biel und Nidau den Jenischen am Samstagmorgen mit. Die Nidauer Stadtpräsidentin Sandra Hess (FDP) sagte am Sonntag: «Nidau und Biel werden das weitere Vorgehen gemeinsam absprechen.» Falls die Jenischen nicht freiwillig den Platz räumen werden, sei eine Zwangsräumung weiterhin nicht ausgeschlossen, so Hess. Allerdings werde man in jedem Fall vorher das Gespräch mit den Fahrenden suchen. Claude Gerzner, Sprecher der Jenischen auf dem Expo-Gelände, sagte gegenüber dem BT, man werde das Gelände nicht freiwillig verlassen. «Wohin sollen wir denn?», fragte er. Es handle sich bei der Sache nicht um ein Spiel. Es gebe für die rund 2500 Jenischen, die in der Schweiz unterwegs sind, ganz einfach zu wenig Plätze. Mindestens 14 Tage wolle man deshalb bleiben. Das sei in etwa die Zeit, nach der man auch andernorts weiterziehe. In Nidau haben sich 300 Personen mit 70 Wagen niedergelassen. Unter ihnen viele Familien. Sie arbeiten als Scherenschleifer, Maler und Textilienverkäufer.

Doch die Schweizer Fahrenden sind hier nicht willkommen. Sandra Hess kritisierte dabei unter anderem das Vorgehen der Fahrenden. Es sei äusserst unfreundlich, dass niemand im Vorfeld das Gespräch gesucht habe. Man sei einfach vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Dazu Gerzner: «Wenn man von 100 Gemeinden, die man anfragt, 99 Mal ein Nein hört, ist es klar, dass man nicht mehr fragt.» Es sei aber selbstverständlich, dass sie für den Platz bezahlten. Pro Tag und Wohnwagen seien das 15 Franken. In Nidau und Biel habe man zwar von den Behörden keine Freundlichkeit erfahren, dafür hätten viele Passanten am Wochenende mit ihnen das Gespräch gesucht. «Endlich interessieren sich die Leute für uns. Wir sind Flüchtlinge im eigenen Land», so Gerzner.
Eine Gruppe Jenischer hat sich zudem am Sonntag mit rund 20 Wohnwagen in Pruntrut niedergelassen. Sie sind wie die Nidauer Jenischen ebenfalls aus Bern angefahren. In Nidau sind die ersten Fahrenden am Freitagvormittag eingetroffen.  bal
 

UPDATE Samstag, 13.45 Uhr: Biel will Strafanzeige erstatten

Die Behörden von Biel und Nidau wollten sich gestern Bedenkzeit für das weitere Vorgehen geben. Deshalb war eine Reaktion erst für Montag angekündigt. Biels Finanzdirektorin Silvia Steidle sagt nun aber heute Samstag gegenüber dem BT, dass man Strafanzeige erstatten werde, wenn die Jenischen am Montag immer noch auf dem ehemaligen Expo-Gelände sind. Weil die Fahrenden fest entschlossen sind zu bleiben, wird eine polizeilische Räumung auch in Nidau immer wahrscheinlicher.

Derweilen meldet sich auch die Politik zu Wort. Die Grünen Biel sprechen den Fahrenden in einem Mediencommuniqué ihre Unterstützung aus. Es sei skandalös, dass die Behörden dem gesetzlichen Auftrag nicht nachkommen, Stand- und Durchgangsplätze für Fahrende zu schaffen.

 

UPDATE Freitag, 16 Uhr: Gehen sie freiwillig oder räumt die Polizei?

Nidaus Gemeindepräsidentin Sandra Hess, der Bieler Sicherheitsdirektor Beat Feurer und der Sicherheitsbeauftrage der Stadt Biel, André Glauser, haben soeben ihre Medienkonferenz beendet.

Dabei sagten sie, eine polizeiliche Räumung des Geländes sei ein Mittel, das in Betracht gezogen werde. Sie fügten aber auch an, dass dies nicht das Ziel ist. Die Behörden hoffen, die Jenischen zum freiwilligen Wegzug bewegen zu können. Die Gespräche mit den Jenischen werden also fortgeführt.

Eine Entscheidung werde man innerhalb der nächsten 24 Stunden fällen. Man sei überrascht worden von der Ankunft der Fahrenden und brauche nun Bedenkzeit.

Auf dem ehemaligen Expo-Areal macht aber derzeit nichts den Eindruck von einem vorzeitigen Abgang. Im Gegenteil: Die Jenischen stellen ihre Vorzelte auf, lassen die Generatoren an und richten sich in Nidau ein. Man werde sicher nicht freiwillig abreisen, heisst es von Seiten der Jenischen.

Dass sich die Fahrenden nicht angemeldet haben, darüber zeigten sich die Behörden an der Medienkonferenz besonders enttäuscht. Wäre ein offizieller Antrag eingegangen, hätte die Situation anders ausgesehen, sagten die Verantwortlichen. Aber dieses Vorgehen wolle man nicht tolerieren und den Platz deshalb nicht zur Verfügung stellen.

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UPDATE Freitag, 14.15 Uhr: Fahrende durchbrechen Absperrung

Jetzt gelangen die Jenischen doch auf das Gelände. Sie haben vor wenigen Minuten die Holzabsperrung zum Areal durchbrochen und fahren mit ihren Wohnwagen auf das ehemalige Expo-Areal. Wie unser Reporter vor Ort berichtet, greift die Polizei nicht ein.

Vor 20 Minuten bereits haben die Jenischen das Schloss der Barriere zum Areal aufgebrochen. Doch die Zufahrt blieb durch einen Personenwagen, der vor der Barriere steht, versperrt.

Die Barriere ist geöffnet, wird aber durch den blauen PW versperrt. Deshalb haben die Fahrenden gleich daneben die Holzabsperrung aufgebrochen und fahren auf das Gelände.

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Um 13.20 Uhr endet die Verhandlung zwischen den Behörden der Städte Biel und Nidau und den Fahrenden, die sich auf dem ehemaligen Expo-Areal befinden. Wie Mike Gerzner, Vereinspräsident der Jenischen Bewegung gegenüber dem BT sagt, hat Nidau angeboten, dass die Wagen, die schon auf dem Platz sind, bis am Montag bleiben dürfen.

10 Wagen konnten heute Morgen auf das ehemalige Expo-Gelände in Nidau fahren, dann riegelte die Polizei ab. Weitere 40 Wagen sind auf der Dr. Schneiderstrasse parkiert. Und diese müssten nun weichen. Doch die Jenischen wollen nicht auf das Angebot von Nidau einsteigen. Mike Gerzner kämpferisch: „Wir bleiben hier auf der Strasse.“ Bis zu zehn Tage, sagt er, würden sie bleiben.

Die Stadt Nidau macht noch keine offiziellen Aussagen zum Fall. Um 15 Uhr laden die Behörden zu einer Medienkonferenz.

Die Fahrenden, die jetzt in Nidau ihr Glück versuchen, haben diese Woche in Bern ein Protestcamp aufgeschlagen. Die Polizei hat am Donnerstag das Protestcamp im Berner Wankdorf aufgelöst (zum Artikel). Heute Freitagmorgen sind die Jenischen in Nidau eingetroffen.

Wir halten Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden über die Entwicklungen vor Ort.

 

Kommentare

christof

Ich gratuliere den Behörden von Biel und Nidau zum Entschluss, dass die Jenischen bis 5. Mai bleiben dürfen. Auch dass sie ihnen helfen werden Kontakte zum Kanton herzustellen, damit man sie anhört. Was in Bern mit der Nummerierung dieser Menschen passiert ist, war etwas vom unsensibelsten was je vorgekommen ist. Ich konnte es nicht glauben.


sherbrooke

@motzer da habe ich ja den Nagel voll auf den Kopf getroffen, bei solcher Reaktion...


2 Nidauer

Wie wär's mit etwas Sachlichkeit! Es wurde kein Zaun demoliert, sondern ein Holzlattli ab- (und dann wieder an-)geschraubt. Die Jenischen machen das nicht zum Zeitvertreib oder als Hobby. Es ist ihre Lebensform welche unser Gesetz akzeptiert und gemäss Bundesgericht unterstützt werden soll! Weil dies nicht geschehen ist bis anhin und sie überall auf Ablehnung stossen, protestieren sie und machen auf ihre Probleme aufmerksam. Das finde ich gut. Würden wir reagieren, wenn wir sie nicht bemerkt hätten?


manolo

@motzer, Cruyff, mutsch, archery- ihr seid so niveaulos und dämlich mit euren sprüchen! shame on you!


Cruyff14

Juhui das wucheänd hei mir üs entschlosse ou chlei go zcampe.... Am beste verschaffe mer üs de ou illegal zutritt und wen de öper es broblem het sägi de eifach werum söti nid dörfe???


Motzer

@sherbrooke: und tschüss! auch auf Sie kann verzichtet werden, wenn Sie damit ein soo grosses Problem haben! Schade, dass (meine Annahme) Mitbürger wie Sie nicht sachlicher differenzierter und überlegter denken können...


Motzer

Kluger, fairer Entscheid der Behörden von Biel und Nidau! @Arschery: falls Sie Bürger von Nidau oder Biel sind, ziehen Sie am besten ganz weit weg! Denn die Regierung vertritt Sie und Ihre Meinung anscheinend (zum Glück) überhaupt nicht. Es trauert Ihnen niemand nach!


Stelec

Obwohl ich ganz und gar nicht damit einverstanden bin dass jemand illegal einen Platz besetzt finde ich den Entscheid der Bieler und Nidauer Regierung gut. Ich erwarte jetzt aber dass die Besetzer die angegebene Frist respektieren und den abgemachten Mietbetrag bezahlen und vor allem den Platz sauber und aufgeräumt verlassen. Sollten sie sich nicht daran halten dann sollten sie nie mehr in unserer Stadt aufkreuzen.


sherbrooke

Die Jenischen sind ja auch nicht grad auf den Kopf gefallen, es gibt in der Schweiz wohl nur eine Stadt wo so etwas toleriert wird und das wissen die, so wie alle Sozialhilfebezüger in Biel genau. Entweder man kann damit leben oder man verpisst sich, so wie es viele anständige Steuerzahler schon getan haben. Vielleicht haben die Behörden in Bern gleich gesagt wohin sie gehen müssen um bleiben zu können...


Bumerang

Die Städte Biel und Nidau und die Behörden haben Augenmass, Wohlwollen und Grösse bewiesen! Das macht für mich eine gute Regierung und Behörden mit guter Führung aus! Ein Bravo für diesen fairen Kompromiss!


Archery

Bern hatte Eier um zu räumen, aber hier lächerlich! ein laues Lüftchen in Biel/Nidau und die Behörde knickt um! Für mich Sackschwach, sofort zurücktreten, sind nicht glaubwürtige Behördenvertreter!!!!


Archery

Da gibts nichts zu verhandeln! Das Absperrschloss aufgebrochen, Zaun heruntergerissen, illegal den Platz besetzt, weigerung den Platz zu verlassen! Wenn jetzt die Behörden von Biel und Nidau den Platz nicht räumen lassen, nachdem die Frist abgelaufen ist, machen Sie sich lächerlich. Also der richtige Zeitpunkt um den Rücktritt zu geben! Wie ich aber die Behörde kenne werden die den Schwanz einziehen und alles schönreden wie immer.


Mutsch

Was muss die Behörde nach einem gewaltsamen Eindringen verhandeln? Für das ist doch das Gericht und die Staatsanwaltschaft zuständig? Oder darf ich neuedings auch in ein Objekt eindringen und mich niederlassen? Es hat sicher Behördenmitglieder die im Besitz von Immobilien sind, wo sich gut Ferien machen lässt.


rowoltz1955

Dem Kommentar von "Eidgenoss" muss man grösstenteils rechtgegeben werden !! Trotz allem, die Fahrenden wiedersetzten sich den Weisungen der Polizei und drangen mit Gewalt auf das Gelände und besetzen es seither. Die Fahrenden haben mit dieser Aktion das Gesetz gebrochen. Einem Gesuch der Jenischen wäre mit grosser Wahrscheinlichkeit entsprochen worden, es hätte nichts dagegen gesprochen, dass sie sich einige Wochen auf dem Expo-Gelände niederlassen dürften. Man kann nur hoffen, dass sie den Entscheid den Platz zu verlassen akzeptieren und auf einen Kraftakt mit den Behörden verzichten. Ansonsten wäre wohl das letzte bisschen Solitarität verspielt.


Demokrat

Es ist eine Schande wie man mit Schweizer und Schweizerinnen umgeht. ! Jenische werden wie damals im grossen Reich mit Zahlen auf die Handfläche abgestempelt und fortgejagt! Politiker, Schämt euch! Verbrecher, Mörder, Diebe, Sans Papier, Asylanten, und sonstiges Gesindel werden gehegt und gepflegt. Gegen Fussball Chaoten hat man Angst vorzugehen und macht den Bückling. Schweiz, wo gehst Du hin?


Leyko

Die Onlinepetition sagt leider gar nichts, oder nur sehr wenig, über die Meinung der Bevölkerung aus. Rund 300 Personen haben diese unterzeichnet. Nehme ich nun die rund 60'000 Einwohner von Biel und Nidau ergibt dies eine Zustimmung von 0,5%! Das ist nun wahrlich nicht gerade berauschend. Wenn ich nun von diesen 300 noch die Stimmen der betroffenen Jenischen abziehe, die notabene auf mehreren Onlinekanälen dafür Werbung machen, bleibt da nicht mehr viel übrig. Besser wäre eine Abstimmng bei denen auch die Gegner unterzeichnen könnten. Abgesehen davon, auch wenn ich mich wiederhole: der Platz ist illegal besetzt worden und fertig. Petition hin oder her.


Bumerang

@Roenzgi: Auf dem Internet ist immer per Du ;-) Na dann warte darauf, dass der Platz morgen wieder frei wird. Das scheint dich irgendwie zu erregen, nicht war? ;-)


roenzgi

@Bumerang, Dutzen wir uns? Danke für die beschränkte Weltvorstellung! Freue mich darauf, dass Morgen Abend der Platz wieder leer ist! .dies wird mein letzter Eintarg in dieser Sache sein...und tschüss!


Bumerang

@ Roenzgi: Du hast mich noch lange nicht aus meiner Reserve gelockt. Das vermögen Menschen mit bschränkter Weltvorstellung nie ;-) Während du deine Hände reibst und es kaum abwarten kannst, dass das Gelände morgen geräumt wird, vergisst du dabei eines: Über 300 Leute haben bereits die Petition unterschrieben, dass man mit den Jenischen eine Lösung mit Augenmass sucht und sie am Montag nicht vertreibt. Tendenz steigend. Ich hoffe, dass eine gütliche Lösung gefunden wird.


roenzgi

@Bumerang, es ist mir gelungen, Sie aus der Reserve zu locken! :) Keine Angst, ich platztoere mich nicht vor dem Lago Lodge, denn ich werde ja morgen meinen kleinen Wohnwagen auf dem Neumarktplatz setzen....freue mich schon auf die Gespräche der Politiker, bis bald.........ich habe fertig :)


zimi

Schon mal an die betroffenen Kinder gedacht?Ev. wollten die,nachdem sie am DO mit ihren Familien in Bern vertrieben wurden,einfach an einem sicheren,geschützten Platz (zB Expo-Gelände) die weiteren Nächte GEMEINSAM verbringen?OK,sind ja "nur" CH-Bürger bzw Familien mit Kindern einer "niedrigen" Kaste,ohne Reihen-Hüsli mit gepflegtem engl. Garten!Für rund 50 Gespanne sind geeignete Plätze nun tatsächlich Mangelware,obwohl gesetzlich garantiert!Bahnhofparking,Migros Brügg,Centre boujean usw kommen ja wohl nicht in Frage....DEN Aufschrei möcht ich sehen,wenn zB das Bahnhofparking komplett zugeparkt würde,oder ein Autobahn-Rastplatz,zB!


Bumerang

Für solche Leute wie Roenzgi, die sich ab dem Leid anderer ergötzen (frei nehmen und vom Lago aus zuschauen), empfinde ich einfach nur Ekel. Leider sehen solche Menschen nie über Ihren begrenzten Horizont hinaus und erkennen weshalb hier die Fahrenden das Schloss aufbrachen und den Platz besetzen. Aber schon klar, die Geschichte dahinter interessiert solche Menschen natürlich nicht. Das Diskutieren erübrigt sich bei solchen Leuten wie Röntzgi, Goerges, rawi und Konsorten!


roenzgi

@motzer, Donat, Bumerang, wenn ihr meinen Artikel richtig gelesen habt, geht es hier wirklich nicht um die Plätze, wie was und wo und für wer…! Hier geht es um Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, und illegales Handeln. Toll, wenn einer der illegal einen Platz betreten hat, auch noch vor laufender Kamera das Schloss und die Kette absichtlich kaputt macht!! Nun die ewig diskutierenden können hier sicher weiterfahren, und morgen Montag ist dann das Ultimatum abgelaufen……ich überlege mir, ob ich morgen Frei nehmen soll, und vor Ort einen Augenschein nehme! Vom Lag Lodge aus sieht man ja das bestens!


Motzer

@georges: der erste der angefangen hat, andere Meinungen zu diffamieren waren Sie! Zitat: wetten, dass Diebstähle zunehmen" oder "Sie auserlesene Alleswisser" (oder war das wirklich ein Kompliment?).Ihre Unterstellung an manolo ist da sehr viel argumentreicher und niveauvoller... Dem ersten, dem ich Gewalt zumute, wäre Ihnen! Wobei zugegeben, die von Ihnen prognostizierte Faust in Ihrem Gesicht, würde eventuell einiges zu Guten verändern.


Rene_Angi

Ich kann die Fahrenden auf der einen Seite verstehen und respektiere auch ihre Lebensweise. Ich sehe grundsätzlich auch kein Problem, dass diese sich nun im Brachland von Nidau niedergelassen haben. Leider kann ich mich aber mit der Vorgehensweise nicht anfreunden. Auch wenn der Strandboden öffentliches Land ist, kann es nicht sein, dass Schranken einfach abmontiert oder durchbrochen werden. Ich bin der Meinung, dass sich alle Bürger an gewisse Gesetzte halten müssen. Ausserdem bin ich überzeugt, dass man bei einer Anfrage bei der Stadt Nidau und Biel eine Lösung gefunden hätte. Ich wünsche den Fahrenden für Ihren Kampf für mehr Standplätze trotzdem viel Erfolg. Aber bitte nicht immer mit dem Kopf durch die Wand (gilt für alle Beteiligten.)


Georges

@manolo, den „Besserwisser“. Ich hab’s begriffen. Sie sind knapp an Argumenten und greifen jetzt in die „Fluchkiste“. Wäre es möglich, würden Sie uns sogar mit der Faust eine so richtig ins Gesicht reinschlagen. Es wird so langsam blöd. Si tacuisses philosophus mansisses…


wrigley

Von Recht und Unrecht einmal abgesehen. Dass diese Steinwüste, Schandfleck des Bieler Seebeckens, Spielball der Politiker und Lobbyisten früher oder später auch einmal von Fahrenden benutzt wird, war ja voraus zu sehen. Ich erinnere mich an folgendes EXPO Ereignis. Drei Tage lang gaben damals im Jahre 2002 auf der Arteplage Murten Jenische, Sinti und Roma Einblick in ihr Leben. Damit anerkannte erstmals eine Landesausstellung die Minderheit der Zigeuner. Hoppla!! Somit wird die jetzige Begebenheit auf Bieler Boden, zu einem kulturellen Déjà vu-, und gleichzeitig zu einer Anekdote (Schilderung einer kuriosen, ungewöhnlichen oder komischen Begebenheit) mit der wir Erinnerungen an die EXPO 02 aufleben lassen können.......


manolo

bin mit allem einverstanden was "mozer" schreibt! @ roenzgi- "ravi"- "georges" ihr seit alles dumme schwätzer, die den unterschied zwischen sinti/Romas und unseren jenischen nicht kennt!


Bumerang

@rawi, roenzgi, Georges & co: Kapiert ihr eigentlich wer Fahrende sind? Setzt euch lieber mal damit ausseinander was ihnen von den 1960er Jahren bis in die frühen 1980er geschehen ist und was unsere liebe Pro Juventute den Familien angetan hat. Und abgesehen davon muss man den Fahrenden endlich mal freie Plätze schaffen, die ihnen übrigens längst vom Gesetz her zugesprochen- aber nie umgesetzt wurden! Ich verstehe die Fahrenden durchaus und meine Unterstützung haben sie zu 100%!


Motzer

@rawi: dazu muss und will ich mich nicht mehr äussern, macht keinen Sinn. @leyko: mit dieser Meinung bin ich eigentlich einverstanden. Jedoch muss man sich schon fragen, ob eine Anfrage bei der Gemeinde etwas gebracht hätte, ausser dass die Polizei mit einem noch grösseren Aufgebot vor Ort gewesen wäre.


Leyko

Ich konnte bereits auf der kleinen Allmend mich mit Gesprächen informieren und habe durchaus Verständnis für die Anliegen der Jenischen. Leider ist die jetzige Protestform wohl kontraproduktiv. Hier wurde wieder ein Gelände illegal und ohne vorgängige Anfrage besetzt. Dies zwingt nun die zuständige Behörde zum Handeln. Jetzt wurde wieder ein Ultimatum gesetzt und die Behörden werden dies durchsetzten. Nicht weil der Platz andersweitig benötigt wird sondern nur weil sich die Behörden sicher nicht erpressen lassen. Für illegale Platzbesetzungen hat die Mehrheit der Bevölkerung kein Verständnis und diese Mehrheit wählt auch die zuständigen Behörden. Es wäre viel leichter gewesen vorgängig anzufragen als jetzt mit Verhandlungen einen illegalen Zustand zu legalisieren zu versuchen.


Donat

Entgegen aller Trolls, die sich hier beklagen: Viel mehr als eine Bedrohung und Belastung, sehe ich die Belebung eines brach liegenden Stück Landes und kann mir, so lange es nicht andersweitig verwendet wird, keinen bessern Nutzen vorstellen, als sich als Gemeinschaft grosszügig zu zeigen und unsere jenischen Mitbürger (!) herzlich willkommen zu heissen. Wer das unterstütz, kann das auch gerne mit dieser Online-Petition tun: http://www.avaaz.org/de/petition/Stadt_Biel_Gemeinderat_Silvia_Steidle_Liebe_Jenische_herzlich_willkommen_in_Biel/?lzVSAab&pv=0


Motzer

@georges: wenn Sie mich als auserlesenen Alleswisser und politisch Korrekten sehen ehrt mich das natürlich sehr! Ich kann Ihnen leider keine solche Komplimente machen. Wünsche Ihnen trotzdem ein schönes Wochenende in Ihrem Gärtli mit Zaun und hoffe, Ihnen wird nichts gestohlen, falls sich Ihr Zuhause in der Nähe von Nidau befindet. Die Kosten für die 8 abgeschraubten Schrauben am Holzzaun müssen Sie leider mittragen, falls Sie Ihre Steuern in Biel (oder Nidau, ich kenne die Besitzverhältnisse der Einzäunung des Grundstücks nicht, etwas vom Wenigen, was ich nicht weiss) bezahlen, das tut mir unendlich leid, nicht nur für Sie, sonder für alle, die auch dazu beisteuern müssen...


Motzer

@rawi: Der Rest interessiert SIE nicht! Augen zu, Maul auf - genau so, weiter so..! Die Mehrheit legt Regeln fest, die Minderheit hat sie zu befolgen! So war es in Amerika, in Lappland, Russland und so ist es noch vielerorts... Anscheinend noch heute in der Schweiz! Wer anders denkt oder anders lebt wir passend gemacht, damit haben wir hier ja viel Erfahrung (Verdingkinder, Zwangssterilisation, Schutzarrest etc). "Randständig" ist bei uns schon lange ein Fluchwort! Können Sie mir sagen, wo sonst, als auf dieser, seit 12 Jahre, hässlichen Brache in Nidau, diese Gruppe sich besser hätte niederlassen sollen? Haben sie Platz bei Ihnen im Garten?


Georges

Mit meinem vorgehenden Kommentar adressiere ich mich natürlich an @Motzer und nicht @rawi. Sorry!


Georges

@rawi den auserlesenen Alleswisser und politisch korrekten! Amen. Danke für den grossen „Haufen“. Ja klar! Wenn einer hoch auf seiner imaginären Hochburg sitzt und Tomaten in den Augen hat, kann die anderen, welche seine Meinung nicht teilen, als grossen „Haufen“ bezeichnen und versuchen sie lächerlich zu machen. Mit dem habe ich kein Problem. Nur, das was ich schreibe, kommt aus eigener Erfahrung und das können Sie mir eben nicht abstreiten. Übrigens, ich habe mich öfters mit den Begriffen "Zigeuner", "Fahrende", "Sinti", "Roma", "Jenisch" auseinandergesetzt und mich aufklären lassen. Sei es durch Begegnungen oder durch Lesen. Also, zu Ihrer Info: Ich weiss wovon ich rede und Sie können nicht abstreiten, dass diese Jenischen (Kategorisierung gemäss BT) sich erlauben etwas zu unternehmen, weil es ihnen einfach so passt. Wo leben wir denn eigentlich?!


Motzer

@rawi, georges und den restlichen grossen Haufen, der einfach mal drauf los schreibt: kennen Sie die Definitonen bzw. die Unterschiede von "Zigeuner", "Fahrende", "Sinti", "Roma", "Jenisch"? Sprechen Sie doch mal mit jemanden, der Ihnen die Unterschiede erklärt, der Ihnen aufzeigt, wer, wie, weshalb, und wo lebt, Steuern bezahlt und in der noch nicht allzuweit herliegenden Vergangenheit erlebt hat! Oder noch besser, gehen Sie nach Nidau und sprecht mit den Leuten. Sie können ja Ihr Portemonnaieund Velo zuhause lassen... Danke! PS: lieber ein Gutmensch, als ein Polteri, der vom hörensagen ganze Gruppen (wenn nicht sogar Völker) verunglimpft und nicht weiss, wovon er spricht...


Georges

Und viele ärgern sich, dass Migranten in unserem Land sich nicht integrieren wollen! Aber die sogenannten Jenischen wollen IHRE Kultur ohne Respekt für die anderen leben und das machen, was ihnen gerade passt. Eigenartige Mentalität und Kultur. Wetten, dass auch in den nächsten Tagen die Diebställe in Biel und Umgebung zunehmen werden? Aber darüber wird sicher keine Statistik veröffentlicht werden.


Motzer

Gegen Unrechtes mit Unrechtem kämpfen ist immer schlecht! Ich möchte auch keine fremden Wohnwagen in meinem Garten. Aber es wäre schon schön wenn die Kommentarschreiber sich etwas informieren und gleichzeitig bilden würden, bevor sie irgend einen Stammtisch-Stuss schreiben. Einmal "Jenisch" googlen hilft schon! Nicht alles was anders ist, ist falsch! Und apropos Steuern, da gibt es tausende von Mitbürgern, die weniger oder gar keine bezahlen und grössere Autos in den Garagen haben - die teils nicht mal bezahlt sind!


zimi

Ich weiss nicht warum,aber irgendwie fühle ich mich auf Grund div. Kommentare um 80 Jahre jünger...und in unserem nördlichen Nachbar-Staat wohnhaft!


Oleander

Respekt vor der jenischen Kultur - Ob hier eine grosse Lücke klafft..; zehn- oder vierzehn Tage Aufenthalt nicht zu gewähren, schäbig wäre das.


2 Nidauer

Oh ihr Armen Jammeri Die Jenischen sind Schweizer wie wir, bezahlen Steuern, wie wir. Es geht überhaupt nicht um Gesetze brechen, sondern lediglich darum, dass wir diese Lebensform akzeptieren. Und weil das nicht geschieht, protestieren diese Leute für ihr Recht! Wem machen Sie weh auf unserem ach so wunderschönen Expo-Areal?


Steuerzahler

Ich glaube roenzgi spricht vielen aus dem Herzen: Die Lebensart der Jenischen entspricht nicht mehr der heutigen Lebensform in unseren Breitengraden. Dies muss auch diese kleine Minderheit akzeptieren. Das Rad der Zeit kann nicht zurückgedreht werden (so schön dies manchmal wäre). Sie können nicht vom Staat nur verlangen und auf der anderen Seite keinen Beitrag (Steuern usw.) leisten. Die Aktion in Bern hat viel Aufmerksamkeit und - leider - noch mehr Ablehnung für ihre Sache gebracht: Ein klassisches Eigengoal. Schade, aber ein Dialog sieht anders aus!


Maggie2.

In Bern das besetzte Gelände mit Kindern verbarrikadieren, in Biel Abschrankungen entfernen und Parkplatz besetzen - definitiv die falschen Mittel um Verständnis zu bekommen!


Sash

Da kann ich mich roenzgi nur voll und ganz anschliessen. Hier werden illegal Plätze besetzt, Schlösser aufgebrochen etc. Und was passiert? Nichts. Das selbe Theater wie vor kurzem in Bern. Ich würde gerne mal eine Erklärung seitens der Politik hören, weshalb diese Leute illegale Sachen machen dürfen und andere nicht. Darf ich einfach eine Absperrung aufbrechen und mich gratis niederlassen? Wohl kaum.


roenzgi

Unglaublich, was sich diese Leute so alles leisten dürfen und können! Ob es jetzt genügend Stellplätze hat oder nicht, Fakt ist, hier wird etwas verbotenes gemacht. Niemand ( ausser eben die ) kann einfach irgendwo seinen Wohnwagen abstellen und sagen, basta, ich bleibe jetzt hier, mir gefällt‘s hier!! Was würde wohl passieren, wenn ich meinen kleinen Wohnwagen morgen auf den Neumarktplatz stellen würde, einen Tisch mit Stühlen aufstelle, und meine Wäsche in der Luft trockne?....Würde da auch jemand mit mir diskutieren? Wetten dass, nicht ??


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