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Nidau/Biel

Der nächste Schritt für Agglolac

Die Planung für das neue Quartier am See geht in nächste Phase. Bis Ende Jahr werden die fünf Siegerteams des Ideenwettbewerbs ihre Konzepte für Agglolac weiterentwickeln. Freiflächen sind dabei ein wichtiges Thema. Im Dezember sollen die konkreten Projektvorschläge auf dem Tisch liegen.

Jetzt wird es konkreter: Aus den vorgestellten Ideen werden nun Projekte, die so auch umgesetzt werden könnten. copyright: pedro rodrigues/bieler tagblatt

Mit einer Kick-off-Veranstaltung startete letzten Freitag die Testplanung für das neue Quartier Agglolac im Nidauer Expo-Park. Das Verfahren dauert rund sechs Monate. Wie die Projekt-Verantwortlichen in ihrem Communiqué schreiben, soll nach Abschluss dieses Verfahrens ein Agglolac-Projekt vorliegen, „das die städtebaulichen, wirtschaftlichen, ökologischen und politischen Interessen optimal ins Gleichgewicht bringt“.

Dazu müssen die Vorschläge des Ideenwettbewerbs von 2013 weiterentwickelt und auf die wirtschaftlichen und technischen Erfordernisse abgestimmt werden. Beim Ideenwettbewerb durften sich die Teilnehmer noch viele Freiheiten herausnehmen. In der Testplanung müssen sich die fünf Teams, die noch im Rennen sind, an einen präzisen Anforderungskatalog halten. Diesen hat die Projektgesellschaft Agglolac (Städte Biel und Nidau sowie der Investor Mobimo) mit der Jury des Ideenwettbewerbs aufgestellt.

Zentrale Freiraumplanung

Der städtebauliche Ideenwettbewerb und die anschliessende informelle Mitwirkung interessierter Kreise hätten wichtige Inputs geliefert, die jetzt in die Testplanung einfliessen würden. „So ist allen Beteiligten die Bedeutung der öffentlichen Freiflächen im zukünftigen Seequartier noch stärker bewusst geworden“, heisst es im Communiqué. Die Freiraumgestaltung soll denn auch das Grundgerüst des Quartiers bilden, hält das Programm für die Testplanung ausdrücklich fest. Ob dies im direkten Zusammenhang mit der Publilac-Initiative steht, ist zwar naheliegend, wird so explizit aber nicht erwähnt.

Der Anforderungskatalog listet zudem Dutzende von weiteren Empfehlungen und Fragen auf. So gilt es jetzt aufzuzeigen, wie die Planung ein für die ganze Bevölkerung attraktives Quartier schaffen kann, ohne dass es zwischen den verschiedenen Nutzungen zu möglichen Konflikten kommt. Stärker gewichtet werden auch die heutigen Nutzer des Areals, also Freizeitkapitäne, Bootsbauer, Restaurantbesucher, Bocciaspieler, Sonnenhungrige… und das Bieler Strandbad. Sie alle seien „Keimzellen urbanen Lebens“, die ins neue Quartier integriert werden sollen.

Daneben müssen die fünf Teams aber auch Aspekte wie Erschliessung und Mobilität, Ortsbild- und Naturschutz, Bautechnik, Archäologie und Kosten wesentlich genauer beachten als bisher.

Schrittweise Optimierung der Vorschläge

In der Testplanung werden die Planer- und Architektenteams nicht mehr wie beim Ideenwettbewerb anonym hinter verschlossenen Türen arbeiten. Das Verfahren sieht einen offenen Austausch der Teams mit dem Beurteilungsgremium (fünf Fachexperten und drei Vertreter der Projektgesellschaft Agglolac) vor. An einem der zwei geplanten Workshops werden die Teams ihre Vorschläge sogar untereinander diskutieren. Die Schlusspräsentation der Vorschläge findet am 2. Dezember statt. Dann wird das Gremium voraussichtlich einen Vorschlag auswählen, der als Basis für die neuen bau- und planungsrechtlichen Grundlagen der Nidauer Seeuferzone dienen wird. Der Schlussbericht zur Testplanung ist für den Januar 2015 vorgesehen.
 

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