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„Den Streitereien überdrüssig“ - Publilac-Komitee verzichtet auf weitere Rechtsmittel

Das Publilac-Komitee verzichtet auf einen weiteren Rekurs vor dem Berner Verwaltungsgericht.

Publilac zieht keine weiteren Rechtsschritte mehr in Erwägung, Bild: bt/a

Wie die Verantwortlichen in ihrer Medienmitteilung verlauten lassen, bedeute der Verzicht auf weitere Rechtsmittel nicht, dass man sich mit dem Ungültigkeits-Entscheid des Regierungsstatthalters einverstanden erkläre. Das Komitee sei aber der juristischen Streitereien überdrüssig.

Der Rechtsstreit über die Gültigkeit der Initiativen findet somit nach knapp zweieinhalb Jahren ein Ende. Das Komitee vertrete aber weiterhin die Anliegen der 3700 Unterzeichnenden, welche sich eine durchgehende, öffentliche Freifläche am Bielersee wünschen. Deshalb wird sich das Komitee weiterhin aktiv an den Mitwirkungen beteiligen.

Mitwirkung statt Initiativen
Das Komitee habe sich für einen Kompromiss zwischen den Planungen Expopark (Stadt Nidau) und Agglolac (Vision Stadt Biel) eingesetzt. Die Verantwortlichen hätten die Grossüberbauung am See nie grundsätzlich bekämpft, sondern sich für eine Planung engagiert, die das Seeufer als öffentlichen Erholungsraum erhält und den Weiterbestand des Strandbades ermögliche, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Das sei auch gelungen, denn eine zusammenhängende Freifläche zwischen Strandbad und Überbauung ist in das Siegerprojekt „Citélac“ eingeflossen, einzig die Grösse dieser Freifläche ist nur halb so gross wie gefordert.

Das Komitee betrachtet es als einen Erfolg seiner Initiativen, dass nun mit „Citélac“ ein Projekt weiterverfolgt wird, welches nicht so weit von den Forderungen der Initiativen entfernt ist. Deshalb beteiligt sich das Komitee an der Mitwirkung des Nutzungsplans von „Citélac“ und bringt sich, wenn möglich, auch beim Nidauer Zonenplan ein.

Gang vor die Urne bleibt offen
Erst aufgrund des definitiven Überbauungsplans könne das Initiativkomitee das Projekt dann abschliessend beurteilen. Falls die Anliegen von Publilac in der Mitwirkung berücksichtigt werden, wird das Komitee das Projekt "Citélac" letztendlich unterstützen.

Andernfalls behält sich das Komitee weitere Schritte vor, um das Projekt an der Urne zu bekämpfen. mt

 

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