Sie sind hier

Biel

Bieler Dschihadist als tot gemeldet

Der sogenannte Bieler Dschihadist ist in Syrien von der Terrororganisation Islamischer Staat umgebracht worden. Dies berichtet die «Sonntagszeitung».

Der ehemalige Bieler Gymnasiast soll in Syrien ums Leben gekommen sein. Das Bild zeigt die zerstörte Stadt Kobani. keystone

Als ehemaliger Schüler eines Bieler Gymnasiums hat der selbsternannte Dschihadist bereits öfters Schlagzeilen gemacht. Zuletzt Ende März, als die «Sonntagszeitung» (SZ) und die «Schweiz am Sonntag» bereits einmal berichteten, der gebürtige Jordanier sei im Irak gefallen (das BT berichtete).

In seiner aktuellen Meldung über den Tod des mittlerweile 24-jährigen «Bieler Dschihadisten» bezieht sich die SZauf Erzählungen, die in «arabischen Zeitungen» verbreitet wurden. Gemäss SZ hatte sich Majd N., wie er in der Meldung genannt wird, zu Beginn dieses Jahres der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) angeschlossen. Der IS habe ihn in der Folge sogar «in den Stand eines Scharia-Richters» im Norden der syrischen Hauptstadt Damaskus erhoben, schreibt die SZ.

Drei Kugeln in die Füsse
Doch auch im IS habe Majd N. nicht gefunden, was er gesucht habe. In einer Audiobotschaft, die er im Internet publizierte, habe er den IS kritisiert. Dessen Kämpfer seien schlecht organisiert und die Kriegsbeute werde ungerecht verteilt. Dem IS scheint die Kritik nicht gefallen zu haben.

Majd N. und seine syrische Frau hätten «nach der Veröffentlichung abseits der anderen IS-Kämpfer hausen müssen», schreibt die SZ. Schliesslich hätten «eines Tages»Kämpfer des IS ihr Zelt gestürmt und Majd N. dreimal in die Füsse geschossen. Drei Tage später sei er gestorben. Ob an den Folgen dieser Verletzungen oder ob ihm dann auch noch in dieBrust geschossen wurde, ist unklar. Gemäss SZ gibt es für beide Varianten Quellen.

Ob damit die Geschichte des Bieler Dschihadisten tatsächlich zu Ende ist, ist unklar. Offizielle Bestätigungen für den Tod von Majd N. gibt es nicht. Als Ende März in der westschweizer Zeitung «Le Temps» und später in den erwähnten Sonntagsblättern über Majd N.s Tod spekuliert wurde, liess die Bundesanwaltschaft verlauten, das Verfahren gegen ihn wegen Unterstützung einer kriminellen Organisation laufe weiter und auch die Einreisesperre gelte weiterhin.
pst

Kommentare

zombie1969

Das Heer an frustrierten, perspektivlosen und daher leicht manipulierbaren Jugendlichen in Nordafrika und dem Vorderen Orient wird weiter wachsen. Der Flüchtlingsstrom nach Europa, und das Einsickern von Terroristen, wird weiter zunehmen. Bereits in Europa lebende Muslime werden sich weiter radikalisieren. Der Druck auf die europäischen Gesellschaften wird weiter steigen, nicht nur von Aussen. Wenn die europäischen freiheitlich-demokratischen Gesellschaften nicht destabilisiert bzw. zerstöt werden sollen, dann muss man endlich handeln. Die Welt hat sich verändert, Europa hat sich verändert. Letztlich wird man die Freiheit und und die Zivilisation nur durch Kampf verteidigen können. Nicht durch Worte. Das wird Menschenleben auf allen Seiten einfordern. Stellt man sich dem Kampf aber nicht, dann werden die Opferzahlen um ein Vielfaches höher sein und Europa wird langfristig untergehen.


Biennensis

Natürlich nur ein „unglücklicher“ Einzelfall-Zufall – also gehen wir zur „Tagesordnung“ über…


Nachrichten zu Biel »