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Biel

Bericht zur Mitwirkung verzögert sich

Wegen der jüngsten Entwicklung rund um den Westast warten Biel und Nidau mit dem Mitwirkungsbericht. 
300 Personen und Organisationen müssen sich 
in Geduld üben.

Symbolbild: Keystone
  • Dossier

«Ihre Meinung ist gefragt!». So hatten die Städte Nidau und Biel im Januar 2017 aufgerufen, sich zur «Städtebaulichen Begleitplanung» des A5-Westasts zu äussern. Bei der Planung geht es darum, die Autobahn im Westen der Stadt Biel möglichst gut in den urbanen Raum zu integrieren.

Rund 300 Personen und Organisationen aus Biel, Nidau und der Region, hatten sich danach im Rahmen der öffentlichen Mitwirkung schriftlich zur Begleitplanung geäussert. «Alle Eingaben werden jetzt gesichtet und die Anregungen und Kritikpunkte thematisch gruppiert. Anschliessend werden die Behörden von Biel und Nidau zu den verschiedenen Themen Stellung nehmen. Dies geschieht in Form eines Mitwirkungsberichts», hiess es damals. Und: Es könne aufgrund der vielen Eingaben und der komplexen Materie einige Monate dauern, bis der Mitwirkungsbericht vorliege.

 

Warten auf den «Faktencheck»
Doch nun dauert es wohl deutlich länger: Auf der Website zur Städtebaulichen Begleitplanung ist zu lesen, dass Biel und Nidau mit der Publikation des Berichts zur öffentlichen Mitwirkung vom Januar/Februar 2017 noch zuwarten. Sie begründen dies mit der jüngsten Entwicklung rund um die A5-Westumfahrung. «Das Westast-Projekt verzögert sich derzeit aus verschiedenen Gründen.» Einerseits müssen die zahlreichen Einsprachen gegen das Autobahnprojekt des Kantons bearbeitet werden. Andererseits ist die Kantonsregierung vom Grossen Rat beauftragt worden, die vom Komitee «Westast – so nicht!» vorgeschlagene alternative Variante vertieft zu untersuchen («Faktencheck»). Die Bieler und Nidauer Behörden wollen die Arbeit an ihrer städtebaulichen Begleitplanung erst fortsetzen, sobald Klarheit über das weitere Vorgehen bei der Projektierung des A5-Westastes besteht. Bis dahin mache eine Vertiefung und Diskussion der bisherigen Zwischenresultate der städtebaulichen Begleitplanung wenig Sinn, heisst es.

 

Geduld ist gefragt
Nur: Eine solche könne erst stattfinden, wenn die Rahmenbedingungen für die städtebauliche Begleitplanung bekannt seien. Personen und Organisationen, die sich an der öffentlichen Mitwirkung 2017 aktiv beteiligt haben, müssen sich also noch etwas in Geduld üben, vermelden die Städte. Die Behörden von Biel und Nidau werden zu ihren Eingaben Stellung beziehen, sobald die zentralen Fragen im Zusammenhang mit der Westast-Projektierung geklärt sind. bal

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