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Nidau

Ausgaben für Sicherheit lohnen sich nun doch

Die Kreuzung gilt als eine der gefährlichsten im ganzen Kanton. Nun wird an der Bernstrasse in Nidau in die Sicherheit investiert.

copyright:peter samuel jaggi/bieler tagblatt

Fast nirgendwo sonst knallt es so häufig wie an dieser Stelle. Die Nidauer Kreuzung, an der die Keltenstrasse die Bernstrasse quert, gilt als eine der gefährlichsten im ganzen Kanton Bern. Und trotzdem hat man bisher nicht in die Sicherheit investiert. «Man dachte, dass sich eine Investition nicht lohnt, weil hier eines Tages der Westast durchführt», sagt Alain Maradan vom kantonalen Tiefbauamt.


Doch so lange warten will man nun doch nicht. Denn 17000 Autos fahren im Durchschnitt täglich über die Kantonsstrasse. Über acht Prozent sind Lastwagen. Schon jetzt eine sehr hohe Zahl.

Wenn im Herbst der Ostast aufgeht, sollen es doppelt so viele Fahrzeuge werden: 34'000 an der Zahl. Gleichzeitig schliessen hier acht Mal pro  Stunde die Schranken für die querende BTI-Bahn. Staus und Verkehrsbehinderungen sind die Folge.
Entsprechende Massnahmen sind nun doch unumgänglich: «Der Umbau ist notwendig, um die Anforderungen des kantonalen Sicherheitsstandards einzuhalten», sagt Maradan.


Zahlreiche Unfälle
Wie dringend nötig das ist, zeigt die Statistik der Polizei:Zwischen 2007 und 2012 kam es auf der Kreuzung zu 35 Verkehrsunfällen. Nicht polizeilich erfasste Unfälle sind dabei nicht mitgezählt. Bei neun Unfällen gab es Leichtverletzte. Der grösste Teil der Unfälle passierte, während ein Fahrzeug die Bernstrasse querte. Einige Male kam es zu Auffahrunfällen vor den Haltebalken. Das Problem ist laut Maradan, dass der Verkehr an dieser Stelle von der Autostrasse her kommend ins städtische Strassennetz reinfährt. «Oftmals ist das Tempo dabei noch höher als erlaubt.»


Nun soll die Kreuzung sicherer und übersichtlicher werden. Neu wird der Verkehr wie beim nahen Guido-Müller-Platz durch Lichtsignalanlagen geregelt. Ebenso wird die Bahnsicherungsanlage der Aare Seeland Mobil AG erneuert. Sie entspricht nicht mehr den geltenden Richtlinien. Der Fussgängerübergang ist bereits um etwa 13 Meter verschoben worden. Er verläuft parallel zum Bahnübergang und ist durch eine Lichtsignalanlage gesteuert.


Weiter sollen die Radwege sicherer gemacht und ebenso die Tankstelleneinfahrt vor der Einmündung in die Keltenstrasse entflochten werden. Auf der gesamten Kreuzung erneuert der Kanton den Belag, passt die Markierungen und die Signalisation an.


Teilsperrung für Verkehr
Die Ausführung der Belagsarbeiten ist für das Wochenende vom 1./2. April geplant. Dabei ist die Strasse für den Verkehr aus Richtung Bern gesperrt. Die neuen Ampeln werden am 20. April in Betrieb genommen.
Wenn eines Tages der Westast fertig gebaut ist, verläuft der Verkehr hier unterirdisch. Die Ampelanlage ist dann überflüssig. Deborah Balmer

Stichwörter: Ostast, Nidau, Bernstrasse, Verkehr

Kommentare

Zosso

Ah jo bis 2035 geitz jo nümme lang ........


Boezinger

Einmal mehr rausgeworfenes Geld! So kurz vor der Realisierung des Westastes einfach sinnlos. Ab wir wir hab's ja und sonst holen wir's von den andern (NFA)...


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