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Biel

Auch der Kanton verlangt: Das orange Haus von Biel muss umgestrichen werden

Auch vom Kanton gibt es keine Gnade für die Familie Zysset in Biel: Sie muss ihr oranges Haus an der Mettstrasse umstreichen lassen.

Zu leuchtend: Marie und Willy Zysset müsen ihr Haus umstreichen lassen. copyright: anita vozza/bieler tagblatt
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Für gegen 30‘000 Franken haben Marie und Willy Zysset ihr Haus an der Mettstrasse 108 in Biel vor zwei Jahren neu streichen lassen, weil die Fassade verwittert war. Anstelle des vormaligen Beige-Braun wählten sie ein prägnantes Orange.

Das hätten sie sich buchstäblich sparen können: Der Kanton hat die Beschwerde des Ehepaars gegen eine Verfügung der Stadt Biel abgewiesen. Er schliesst sich der Beurteilung des Bieler Hochbauamtes an, wonach die gewählte Farbe stark leuchtend sei und damit nicht ins Quartier passe.

Die Zyssets könnten den Entscheid zwar an das kantonale Verwaltungsgericht weiterziehen, doch dazu fehlt ihnen das Geld. So werden sie sich dem Kanton zähneknirschend fügen und das Haus neu streichen lassen.

Rentner Willy Zysset bissig: „Wir werden den Stadtpräsidenten anfragen, welche Farbe es denn sein dürfe.“ bk

Die ganzen Hintergründe zur Geschichte lesen Sie am Dienstag im „Bieler Tagblatt“.
 

Kommentare

ligerius47

Frage an Radio Fehr: " Gehe ich recht in der Annahme wenn ein grosser Immobilienhändler das Haus Roth gestrichen hätte, es ausnahmsweise bewilligt würde. Radio Fehr:" Im Prrizip nein, aber weil der ---------------


Hustler

Wenn die Familie Zysset Telefonisch oder Mündlich eine Zusage Bekommen hatt das Haus aus Freien Stücken zu Streichen ohne Bewilligung, dann solch sich diese Person Melden beim Hochbauamt, und diese Ausage Bestättigen. Danach sich auch noch Entschuldigen bei der Familie Zysset Nötig. Nun soll der Angeblichen Schaden gelöst werden.Unsere Sozialen Ohne Arbeit könnten Freiwillig das Lösen mit unseren Behörden.Somt hätten Sie dann im Herbst schon einen Bonus für die Wahlen oder eben dann nicht. Villeicht Besser nicht. So ein Blödsinn wegen einem Haus. Ihr sollt euch Schämen.


wagner

Hauptsache ist, der Kanton und die Stadt haben keine anderen Probleme. Guten Morgen ihr Politiker/innen, Beamt/en/innen, habt ihr echt nichts anderes zu tun? Schaut doch mal was ihr in den letzten Jahrzehnten mit der Stadt angestellt habt (wäre sinnvoll das Büro zu verlassen / nicht nur zur Tageszeit und zu einem Empfang).


ligerius47

Auch " ERICH "


mstuedel

Hier könnten doch ein paar unserer Graffitikünstler der Familie Zysset unter die Arme greifen und unbürokratisch zu einer neuen Fassade verhelfen. Wäre gespannt darauf, wie die Sachlage danach aussähe, jusistisch betrachtet...


hm

Richtiger Entscheid.


Elisabeth Bosshard

Mir gefällt es, wenn Farben in die Strassen kommen! Mir scheint dieser Entscheid ein bisschen "bünzlig". Er unterstreicht das Image der Schweizer und Schweizerinnen, sich möglichst anzupassen. Schade, gerade Biel ist doch eine farbige Stadt. Also zeigen wir es doch auch bildlich!!!


michelparatte

Die Stadt und der Kanton haben richtig entschieden, so leid es mir für die Familie Zysset tut. Ich hoffe, dass jeder Lesebriefschreiber, der sich mit der Familie solidarisier hat, deren Haus auch "live" gesehen hat, und nicht nur nach Foto urteilt, denn dieses extrem grelle Orange kann drucktechnisch gar nicht wiedergegeben werden und ist tatsächlich ein absoluter Graus. Mit freundl. Grüssen Barbara Paratte PS Vielleicht könnten Nachbarn ein Sammelkonto eröffnen um der Familie zu helfen!


manolo

Liebe Bieler - im Sept. habt ihr es in der Hand wer im Gemeinderat das sagen hat. Nur zur Erinnerung, gegenwärtig in der chaotischen Bau und Stadtplanung = die grüne SCHWICKERT! !!


Nosgar

Die Stadt hat halt lieber verlotterte Hütten an der Mettstrasse als gepflegte Häuser. Ich finde die Farbe auch zu extrem, aber allemal besser als ein Grossteil der restlichen Umgebung. Die Stadt würde besser mal in der Madretschstrasse hart vorgehen, wo es mittlerweile wie in einem Banlieu aussieht.


ruthaki

Hier hätte die Stadt Gnade vor Recht walten lassen können, zumindest ist dieses Haus ein Blickfang in der Mettstrasse. Doch mich beschäftigt vielmehr, ob die Anwendung des Gesetzes bei allen neuen Fassadenanstrichen so streng gehandhabt wird, die von der vorherigen Farbe stärker abweichen. Bei einem mir bekannten Haus mitten in der Stadt, wurde die Farbe auch ziemlich geändert beim Neuanstrich (sehr schön sogar) und soviel ich aus guter Quelle weiss, wurde dafür auch keine Bewilligung eingeholt. Wenn also das Recht für Alle gleich lauten soll, dann müsste auch dieses Haus seinen Anstrich ändern, was genauso bedauerlich wäre. Und so gibt es vielleicht noch einige solcher Beispiele.


gugi6

Na ja war den Linken zu wenig ROTH und den Grünen zu ROTH.


Liberty

@Biennensis: Sie wissen ja wie Genosse Erich Honecker schlussendlich geendet hat. Zum Glück sind nächsten Herbst Wahlen, dann kann man den einten oder anderen Pflock wieder abwählen.


chrimel

@Ritiker: Dumm nur, dass sie bei den Behörden nachgefragt haben. Es sei kein Baugesuch nötig und die Farbe sei auch frei wählbar hiess es vom Beamten. Leider ist das ganze nur telefonisch und nicht schriftlich passiert. Und jetzt?


Biennensis

Der pensionierte Elektroingenieur erkundigte sich persönlich bei der Stadtplanung über die nötigen Formalitäten. «Ein Angestellter sagte, für die Fassadenrenovation brauche es keine Bewilligung. Auch die Farbe sei frei wählbar.» Das Ehepaar Zysset legte los und tünchte das Haus orange. Kosten: 27'000 Franken. «Wir glaubten, die mündliche Auskunft des Beamten reiche», sagt Zysset. Doch bei dieser frischen Farbe sah die Bieler Stadtplanung rot. Zyssets bekamen einen eingeschriebenen Brief. «Wir sollten das Haus wieder in der alten Farbe streichen oder nachträglich eine kleine Baubewilligung beantragen», sagt Zysset. (Quelle: Blick)


Biennensis

Vorwärts immer, rückwärts nimmer! (Erich Honecker)


Ritiker K.

Traurige Geschichte - aber leider auch eine Geschichte von Leuten die sich nicht um die Regeln kümmern und einfach mal ohne Baugenehmigung ihr Haus streichen lassen (da könnte man auch mal beim angestellten Maler nachfragen wieso der nicht nachgefragt oder die Personen darauf hingewiesen hat) Aus meiner Sicht ist es verfehlt jetzt einfach auf die Behörden einzudreschen - die sind doch dazu da zu schauen, dass die Regeln eingehalten werden. Oder sollen die Behörden ab sofort mit Eigeninitiative nach Gutdünken entscheiden? Ich bin fast sicher - hätten sich die Hausbesitzer von Anfang an korrekt verhalten so wäre eine bessere Lösung (und ein passendes Orange) sicherlich gefunden worden.


chrimel

Jeder der zwischendurch über die Mettstrasse fährten, weiss das dies eine der beiden Hauptverkehrsachsen Ost/West ist. Es ist also kein lauschiges Quartier, sondern eine stark befahrene Strasse. Wen stört dort die Farbe einen Hauses? Interessant auch, dass dies bis anhin auch von den Behörden so gesehen wurde. Wie sonst sind die vielen anderen farbigen Häuser an dieser Strasse zu erklären? Eines hat sogar ein sehr ähnliches orange. Andere Fassaden hingegen sind am zerbröckeln und sehen Ghetto-Mässig aus. Hier wäre es anzusetzen! Aber lieber betreibt man ein bisschen Mobbing an jemanden der nicht genügend Geld hat sich zu wehren. Die Bieler-Regierung ist und bleibt eine Farce - und der Kanton zieht mit!


rot-gelb-1939

ein wahnsinn was für wichtige probleme einige beamte zu lösen haben. bin tief beeindruckt..


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