Sie sind hier

Biel

Arbeit für Zukunft ohne Westast 
ist aufgegleist

Die neue Behördendelegation «Espace Biel/Bienne Nidau» hat sich gestern zu ihrer ersten Sitzung getroffen. Die Projektorganisation will nun zügig die Empfehlungen 
aus dem Dialogprozess Westast 
in Angriff nehmen.

Symbolbild: bt/a

Das Bieler Autobahnumfahrungsprojekt Westast ist seit Ende Jahr offiziell begraben. Nun liegt der Ball bei der neuen Projektorganisation «Espace Biel/Bienne Nidau», welche die Umsetzung der Empfehlungen aus dem Dialogprozess koordiniert (das BT berichtete). Gestern hat sich die zuständige Behördendelegation unter Leitung des Bieler Stadtpräsidenten Erich Fehr (SP) zur ersten Sitzung getroffen. Die Delegation hat die weiteren Aufbauarbeiten festgelegt und die dazu notwendige Finanzierung besprochen. «Das ist der Tatbeweis, dass wir die Arbeit nahtlos weiterführen wollen», sagt Fehr.

Es gelte nun, schnell vorwärtszumachen: Zunächst müssen die kurzfristigen Massnahmen mit den Eingaben im Agglomerationsprogramm der 4. Generation abgestimmt werden, da diese bis im Juni anstehen. Mit dem Programm Agglomerationsverkehr beteiligt sich der Bund an Verkehrsprojekten von Städten und Agglomerationen. Für die weitere Planung soll ein Gesamtverkehrskonzept erarbeitet werden. Dieses Konzept bildet unter anderem die Basis zur Klärung der Frage, ob der Zubringer rechtes Bielerseeufer (Porttunnel) als Nationalstrasse klassiert und vom Bund mitfinanziert werden kann.

Gemäss gestern verschickter Medienmitteilung gehören der Behördendelegation Vertreter und Vertreterinnen des Kantons Bern, der Städte Biel und Nidau sowie der Gemeinden Port, Brügg und Ipsach an. Mit dabei ist auch der regionale Zusammenschluss der Seeländer Gemeinden und der Verein seeland.biel/bienne. Zudem soll eine beratende und unterstützende Reflexionsgruppe eingesetzt werden, die sich mit den städtebaulichen und den längerfristigen Aspekten befassen wird. Wie diese Gruppe genau zusammengesetzt ist und wie sie arbeitet, ist noch offen. Einsitz in der Reflexionsgruppe sollen Fachverbände wie TCS, VCS und Heimatschutz nehmen, aber auch Organisationen aus der Zivilgesellschaft sind für eine Mitwirkung angefragt worden. Die Anfrage an Organisationen wie «Westast so nicht» oder die IG «Häb Sorg zur Stadt» sei erst informell. «Es kommt aber noch eine offizielle Einladung», sagt Fehr. Leider sei es jedoch coronabedingt derzeit nicht möglich, sich zu einer Besprechung zu treffen, um die Zusammenarbeit und das Rollenverständnis zu diskutieren, dafür werde es wohl Frühling. cst/mt

Stichwörter: Westast, Biel, Schweiz, Verkehr, Bau, Politik

Nachrichten zu Biel »