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Biel

Agglolac und die gemeinnützigen Wohnungen

Mit Spannung verfolgt die Interessengemeinschaft der Bieler Wohnbaugenossenschaften (IG Biel) die Entwicklung des Projektes Agglolac. Die Absicht, darin einen Anteil von 15 % gemeinnützigen Wohnungen zu ermöglichen, findet grundsätzlich die Zustimmung der IG Biel.

(mt) Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse des Ideenwettbewerbs stelle sich die Frage - was man schon auf Grund des beabsichtigten Verkaufspreises für das Land habe vermuten müssen - nämlich dass mit Agglolac eher ein gehobenes Preissegment auf dem Wohnungsmarkt angepeilt würde. Dies entspreche nicht der von den Wohnbaugenossenschaften bedienten Bewohnerschaft. Diese zielten vielmehr auf einen nachhaltig erstellten mittleren Ausbaustandard und das längerfristige Sicherstellen einer angemessenen und erschwinglichen Miete.

"Bei gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften müssen keine Gewinne an Privatpersonen oder an Anleger abgeschöpft werden, alle Erträge bleiben in den Genossenschaften. Zusammen mit der Festlegung der Miete nach den realen Kosten sind langfristig die Mieten eher unterdurchschnittlich, obwohl die Wohnungen gut unterhalten werden," erklärt die IG Biel in einer Medienmitteilung. Darüber hinaus pflegten viele Wohnbaugenossenschaften auch die "sanften Faktoren" des Wohnens: Sie förderten den sozialen Zusammenhalt, sorgten für langjährig stabile Mieterschaft, was wiederum das Sicherheitsgefühl im Quartier verstärke. Und nicht zuletzt seien die Wohnbaugenossenschaften wichtige Partner für die Stadtentwicklung, da sie ihre Liegenschaften meistens im Baurecht auf städtischem Land erstellt haben.

Wie dies im Rahmen von AGGLOlac möglich sein wird, müssten die Verantwortlichen noch aufzeigen, so die IG Biel. Es sei wichtig, dass die Stadt Biel für die Erstellung eines modernen Genossenschaftsquartiers die Bieler Wohnbaugenossenschaften zum Zug kommen lasse. So wie die Städte Bern, Basel, Luzern und Zürich längst die Notwendigkeit dieses Schrittes für eine gesunde Stadtentwicklung erkannt hätten.

 

Stichwörter: AGGLOlac, Projekt Agglolac

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