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Nidau

Agglolac geht in die nächste Runde

Das Projekt Agglolac hat mit der Testplanung begonnen. Nun müssen die fünf Siegerteams des Ideenwettbewerbs ihre Konzepte anhand eines konkreten Anforderungskatalogs weiterentwickeln. Dieses Verfahren dauert bis Ende Jahr

  • 1/3 Ursprünglich hätte Agglolac eine Wasserstadt werden sollen. Das zeigt das Modell des Büro mlzd: aus Biel. Bild: mlzd/ml
  • 2/3 Das Gewinnerprojekt «Citélac» ist, wie drei andere Projekte auch, eine Abwandlung des Blockrandmusters. Bild: mobimo/zvg
  • 3/3 Das Projekt «Laridea» zeigt ein strenges Blockrandmuster, und zehn ähnliche Innenhöfe, die von einem geschlossenen Häusergeviert eingefasst werden. Bild: mobimo/ml
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von Rahel Staudenmann

Die Planung für das neue Quartier am See gehe in die nächste Phase, schreibt die Projektgesellschaft Agglolac in ihrer gestrigen Medienmitteilung. Mit der nächsten Phase ist der Start in die sogenannte Testplanung gemeint, die rund sechs Monate dauern wird. Es geht darum, dass die fünf Siegerteams des Ideenwettbewerbs ihre städtebaulichen Konzepte weiterentwickeln.

«Das Projekt wird jetzt konkreter und wir verlassen die Ideenebene», sagt die Nidauer Stadtpräsidentin Sandra Hess. Während für die Architekten beim Ideenwettbewerb noch alles erlaubt war, müssen sie sich jetzt an einen «präzisen Anforderungskatalog» halten. Diesen hat die Projektgesellschaft – vertreten durch die Städte Biel und Nidau sowie durch den Investor Mobimo – gemeinsam mit der Jury des Ideenwettbewerbs zusammengestellt.

Heutige Nutzer einbeziehen
«Wir haben die Eckpunkte genauer definiert», sagt Hess. So wird in der Testplanung dem Freiraum zum See hin noch mehr Beachtung geschenkt. Das Augenmerk liegt dabei auch bei der Frage, wie Wohn- und Freizeitnutzung unter einen Hut gebracht werden können, ohne dass es dabei zu Konflikten kommt. Deshalb ist es wichtig, dass die Teams die Bedürfnisse der heutigen Nutzer des Areals, zum Beispiel Restaurantbetreiber, Erholungssuchende oder Bootsbauer, in ihre Planung miteinbeziehen.

Weiter müssen die fünf Teams genau aufzeigen, welche Auswirkungen ihr Bauvorhaben auf die Archäologie und somit auf die Finanzierung des Projekts hat. «Je mehr in die Tiefe gebaut werden muss, desto höhere Kosten entstehen», so Hess. Für Biels Stadtpräsident Erich Fehr ist der Start in die Testplanung ein «wichtiger Meilenstein.» Es zeige, dass das Vorgehen der Projektgesellschaft funktioniere und gute Grundlagen vorhanden seien.

Am 2. Dezember stellen die Teams ihre Vorschläge vor. Einer davon wird voraussichtlich von einem Gremium aus Experten und Vertreter der Projektgesellschaft Agglolac ausgewählt. Dieser Vorschlag soll dann als Basis für die neuen bau- und planungsrechtlichen Grundlagen der Nidauer Seeuferzone dienen.

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