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Nachruf

Abschied von Monika Barth, einer Kämpferin für soziale Gerechtigkeit

Am 15. Dezember 2015 ist Monika Barth ihrem Krebsleiden erlegen. Die Bielerin engagierte sich stets für soziale Gerichtigkeit und war eine Politikerin, die ihre Finger stets auf die wunden Punkte gelegt hat. Ihr ehemaliger Parteikollege Niklaus Baltzer blickt zurück.

  • 1/5 Am 15. Dezember 2015 ist die ehemalige Bieler Grossrätin Monika Barth verstorben. (Aufnahme aus dem Jahr 2010 Saal des Grossen Rates, Bild von Meike Seele/Bieler Tagblatt)
  • 2/5 Monika Barth war eine engagierte Frau. (Aufnahme aus dem Jahr 2005, Bild von Patrick Weyeneth/Bieler Tagblatt)
  • 3/5 Zwischen 1998 und 2010 war Monika Barth im bernischen Grossen Rat aktiv. (Aufnahme aus dem Jahr 2003, Bild Olivier Gresset/Bieler Tagblatt)
  • 4/5 Monika Barth im Ostflügel des Bahnhofs Biel. Sie setzte sich unter anderem für den Erhalt des Bahnhofbuffets ein. (Aufnahme aus dem Jahr 2009, Bild Marius Müller/Bieler Tagblatt)
  • 5/5 Monika Barth bei der Präsentation ihres Buches "Katzenbach" im Jahr 2006. (Bild Peter Samuel Jaggi/Bieler Tagblatt)
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ein Nachruf von Niklaus Baltzer, SP Biel

Am 15. Dezember hat Monika Barth ihren Kampf gegen den Krebs aufgegeben. Wir verlieren mit Monika eine Bielerin, die sich stets für die Sache der sozialen Gerechtigkeit eingesetzt hat.

Zwischen 1998 und 2010 war sie Grossrätin, zuerst für die SP, dann als Parteilose. Sie war keine bequeme Genossin. Unermüdlich hat sie den Finger auf die wunden Punkte gelegt und sich für die soziale Sache eingesetzt, ohne Rücksicht auf Rang und Namen. Sie hat es nicht verstanden, weshalb Ausländerinnen und Ausländer jahrelang hier arbeiten und Steuern bezahlen, aber nicht mitreden und mitbestimmen dürfen. Beinahe hätte sie die Ratskolleginnen überzeugen können.

Unermüdlich hat sie sich für Minderheiten und Randständige eingesetzt: für die Fahrenden, für das Cardinal als Anlaufstelle für Drogenkranke, für Gassenküche und Bahnhofbuffet als Orte der Kultur der Begegnung und Geselligkeit beim Essen – auch für Reisende.

Mit Ihrer Offenheit, mit ihrem Engagement, mit ihre Hartnäckigkeit konnte sie Leute motivieren. Sie konnte bewegen, sie hat allen in Not Rettungsringe ausgeworfen, immer hart daran, bei der stürmischen See selbst über den Rand der Reling gespült zu werden.

Nun ist sie nicht mehr. Es bleiben uns ihre Werte, wie sie sich für Schwache eingesetzt hat,  und in ihrem Sinne dort weiter zu handeln, wo sie aufhören musste.

Die Abdankung findet am 15. Januar um 14 Uhr in der Stadtkirche statt.

 

Stichwörter: Monika Barth, Biel, Nachruf

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