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Frage der Woche

Macht Ihnen die Belastung des Trinkwassers durch das Fungizid Chlorothalonil Sorgen?

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Symbolbild: Pixabay
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Macht Ihnen die Belastung des Trinkwassers durch das Fungizid Chlorothalonil Sorgen?

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Resultate
Insgesamt 190 Stimmen
Ja, mit krebserregenden Stoffen im Trinkwasser ist nicht zu spassen.
46%

Ja, das Problem wurde offenbar lange unterschätzt.
32%

Nein, bis im letzten Sommer war Chlorothalonil schliesslich auch kein Thema.
8%

Nein, denn die Belastung mit Abbauprodukten ist zu gering, um gefährlich zu sein.
14%

Der Kanton Bern hat ein massives Chlorothalonil-Problem. In viel mehr Trinkwasserfassungen als bisher bekannt finden sich Spuren des Fungizids.

Kommentare

Manon des Sources

Das Ausmass ist wesentlich grösser, denn das wirkliche Problem ist nicht nur das Trink-Wasser. Rechnet man die Zeit, bis Pestizide/Fungizide im Grundwasser “ankommen“, und dies in Mengen, welche nicht mehr „vertretbar“ sind (grundsätzlich dürfte es nichts drin haben) muss man sich eine andere Frage stellen. Wir haben DDT, Glyphosat, Chlorothalonil und viele andere „todbringende“ Gift, welche vor allem auch die Mikrobiologischen Elemente im Erdmaterial (und darüber) vernichten. Ohne diese Pilze, Bakterien und andere Mikroorganismen funktioniert die Natur/Flora/Fauna nicht. Ist das Gleichgewicht einmal im Eimer, wird es für das Leben auf der Erde prekär. Wir sehen dies bei den Bienen und andern Insekten, welche durch unseren Eingriff verschwinden (mangelnde Bestäubung, Ertragsausfall). Selbst wenn die Bauern sich nun als Sündenböcke fühlen, zum Grossteil sind sie und die Agrochemiebranche eben doch mehrheitlich (mit) verantwortlich. Selbst wenn wir weniger produzieren würden, wenn man den Teil an Nahrungsmittel rechnet, der (auch beim Bauern) im Kehricht landet, müsste es doch reichen. Auf die Glyphosat-Affäre in USA kann man gespannt sein. Schade, dass man in der CH immer darauf wartet, dass ein Gift rund um uns bereits verboten ist, bis man sich in der CH entscheidet. Man schützt damit den Wirtschaftszweig Agrochemie, der ja nun mehrheitlich den Chinesen gehört! Eigenartig, sonst wollen wir ja auch immer die Ersten sein. Man erinnere sich an den „Rinder-Wahnsinn“ (ESB 1990). Damals wurde den Rindern Tiermehl gefüttert, obwohl sie nicht karnivor sind, und das wissen die Agronomen! Als wertvolles Eiweiss soll Tiermehl nun wieder im Futtertrog landen (NZZ 03.03.2014).


Manon des Sources

„Frage der Woche“ 19.8.2019 - Fordern die Seeländer Wasserversorger zu Recht ein Verbot von Chlorothalonil? Es dauerte 33 Jahre (Herbst 1939 bis 1972), bis man DDT verboten hat. Glyphosat wird seit 50 Jahren gebraucht und man weiss schon sehr lange, wie schädlich und krebserregend es ist. Darüber wird noch immer gelogen (sei harmlos). Für Chlorothalonil gilt dasselbe. Wie viele Jahre dauerte es, bis dieses Gift im Grundwasser in 30 Metern Tiefe (?) auftaucht? Dass uns bei allen Giften über Jahre die wirklichen Analysen vorenthalten wurden und werden, ist kriminell. Vertrauen ist nicht mehr vorhanden. Keiner von uns kann ohne Wasser leben, weder Mensch noch Tier. Es ist Aufgabe des Staates resp. der Gemeinde, dass einerseits rigoros analysiert und anderseits korrekt informiert wird (Grenzwerte, was für ein grosses Wort!). Wir werden schon lange zu oft angelogen. Wer weiss, was wohl in den Fischen im Bieler- und anderen Seen nebst Hormonen, Medikamenten, Drogen etc. noch alles drin ist?


Ritiker K.

Das eine tun und das andere nicht lassen. Die Landwirtschaft als alleinigen Sünder zu betiteln ist genau so falsch wie nur auf die Industrie und die Haushalte hinzuweisen. Alle sind in der Pflicht und alle sind aufgefordert zu handeln. Meist wird doch nur auf andere gezeigt, damit man selbst nicht sein eigenes Handeln überdenken muss (Ja auch ich habe Verhaltensweisen, welche ich aus ökologischen Gründen ändern muss) Chlorothalonil im Trinkwasser ist ein Problem. Das darf nicht sein und es besteht dringender Handlungsbedarf. Sauberes Wasser ist unbezahlbar und wir müssen alles daran setzten dieser zu erhalten oder wiederherzustellen. Es macht mir schon etwas Sorge, zu lesen, welchen Belastungen wir im Alltag ausgesetzt werden, welche eigentlich vermeidbar wären. Chlorothalonil gehört dazu.


superb

Wen man sich ein wenig informiert( nicht Medien), dann ergibt sich ein schreckliches Bild. All die Umwelt-Gifte welche wir täglich brauchen ( Zahnpasta, Deo, Mittel zum Geschirr abwaschen,Haarshampoo, Seifen, Medis,Reiniger für alles mögliche, Abgase jeglicher Form, Verpackungen für Esswaren und anderes, ect.) dann ist es doch ein Wunder dass wir noch leben! Aber Einseitig uniso der Landwirtschaft die Schuld geben? Schauen wir doch zuerst in den Spiegel bevor wir Schuldzuweisungen machen; Jedes Menschliche Lebewesen verursacht (manchmal notwendigerweise) der Umwelt unverträglichen ,,Abfall,,! Es liegt in der Natur der Sache, weil wir leben arbeiten und dasein wollen, müssen, können und dürfen, dass wir Hinterlassenschaften produzieren. Vielleicht beim konsumieren darauf achten und vielleicht auch mal verzichten können, wir alle können zu weniger Umweltverschmutzung beitragen. Auch in Zukunft entdecken wir Gifte welche bis Gestern noch nicht als solche bekannt waren!


sokrates

Die Landwirtschaft wird öfters als alleiniger Verursacher beschuldigt. Die Millionen Tonnen Chemikalien von den Haushalten und der Industrie sind die wahren Brunnenvergifter.


Biennensis

Früher Klärschlamm, heute Gülle und Fungizide: Wer der Meinung ist, dass das "Trinkwasser" was wir trinken eine gute Qualität (viel zu hoher Nitrat-Wert) aufweist, der ist ein Träumer!


spirit off

Krebskrankheiten werden zunehmen und niemand "weiss warum"!!! Der Mensch das fieseste Lebewesen das sich aber selber vernichtet... prost!


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