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Frage der Woche

Das Spitalzentrum Biel erhöht die Löhne, um den Pflegenotstand zu bekämpfen. Finden Sie das sinnvoll?

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Symbolbild: Keystone
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Das Spitalzentrum Biel erhöht die Löhne, um den Pflegenotstand zu bekämpfen. Finden Sie das sinnvoll?

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Resultate
Insgesamt 225 Stimmen
Ja, nur mit einem finanziellen Zustupf kann motiviert werden.
11%

Ja, aber auch die Arbeitsbedingungen müssen generell stimmen.
68%

Nein, nur mit einem höheren Lohn werden die Arbeitsbedingungen nicht besser.
18%

Nein, damit wird nur unnötig Geld aus dem Fenster geworfen.
4%

Kommentare

sokrates

Vor der Pandemie war nichts oder nur wenig vom Pflegenotstand in den Spitäler zu lesen. Und plötzlich stimmt in dieser Branche nichts mehr. Von gelernten Pflegekräften mit Fähigkeitsausweis habe ich von schlechten Löhnen und Arbeitsbedingungen bisher wenig gelesen. Es gibt auch einige welche die Pandemie nutzen um ihre Ziele zu erreichen. Die Aufmerksamkeit klatschend auf die Balkone zu gehen ist misslungen. Nur wenige haben diesen Unsinn mitgemacht. Die jungen Hilfspflegekräfte sollen nicht andauernd jammern, sondern froh sein einen Arbeitsplatz zu haben. Werdet nicht übermütig in unserem Land. Der Schuss könnte nach hinten los gehen.


Alexis

Für Aussenstehende ist die Frage, so wie sie gestellt wurde, schlicht nicht beurteilbar. Habe ich Sie richtig verstanden, es geht hier nur um die Erhöhung des Nachtzuschlages pro Stunde von Fr. 6.—auf Fr. 10.--, dazu kommt aber der normale Lohn. Um wie viele Prozente zum Lohn geht es hier? Somit könnten Fachkräfte, welche nicht mehr im Berufsalltag stehen, den Nachtdienst übernehmen (Nebenverdienst Fachfrauen, die als Mütter 1-2 Nächte pro Woche arbeiten wollen/können) So kann zumindest das Tagespersonal entlastet werden. Immerhin ein Anfang.


Biennensis

Die Direktion des Regionalspitals Biel hat eine Taskforce für die Rekrutierung von Pflegenden eingesetzt. Und das SZB versucht auch, finanzielle Anreize zu schaffen, indem es unter anderem ab dem 1. November die Löhne für Nacht- und Wochenendarbeit anhebt: Der Zuschlag wird laut Schneider von heute sechs auf zehn Franken pro Stunde erhöht. Man wolle die Personalrekrutierung "massiv forcieren", sagt Schneider. Meiner Meinung nach kann nicht von einer Lohnerhöhung (Bieler Tagblatt: Frage der Woche) gesprochen werden, wenn nur Nacht- und Wochenendarbeit "etwas aufgebessert" werden. Es braucht generell für das gesamte Personal eine Lohnerhöhung (Wertschätzung)! Nicht zu vergessen, dass die Freude über eine Lohnerhöhung wieder sehr schnell der "Unzufriedenheit" weichen kann, wenn die Arbeitssituation (Personalmangel, Stress, Überstunden usw.) sich nicht auf absehbare (!) Zeit deutlich verbessern. Der Spruch "Personalrekrutierung massiv forcieren" mit ein paar Fränkli für Nacht- und Wochenendarbeit ist meiner Meinung nach ein Trugschluss. Die Pflegefachkräfte brauchen in erster Linie mehr Gesundheitsschutz in Form von besseren Arbeitsbedingungen, damit sie physisch und psychisch gesund bleiben. Sie brauchen mehr Personal auf allen Schichten. Sie brauchen mehr Verantwortung um ihre Kompetenzen richtig einzusetzen. Und sie brauchen dringend mehr Nachwuchs, um den steigenden Bedarf in der Bevölkerung an Pflege überhaupt decken zu können. Sie brauchen mehr Zeit für ihre Patient/Innen und Bewohner/Innen. Mehr Zeit, um ihren Beruf kompetent auszuführen. So, wie es Patient/Innen brauchen und wie es die Pflegefachkräfte erlernt und studiert haben. Sie brauchen mehr Zeit für sich selbst für ihre Erholung. Sie brauchen eine angemessenen Lohn. Mehr Respekt vor ihrer Arbeit. Und ganz besonders brauchen sie mehr Gehör. Von der Politik, den Arbeitgeber/Innen - und auch von uns Patienten/Innen.


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