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Studen: Tiere im Stall gequält

Auch viele Menschen leiden.

<span style="font-weight: bold;">Auch die Menschen leiden</span><br>Studen: Tiere im Stall gequält<br>Da steht der Landwirt Thomas Tiefenbach hin und erklärt, er habe Fehler gemacht, aber sei froh, dass seine Kühe nun einen guten Freilaufstall hätten. Ein bemerkenswertes Eingeständnis. Wann gestehen Politiker oder andere höher Gestellte einen Fehler ein? Ein Jurist, dem ein katastrophaler Fehler unterlaufen war, erklärte mir, es sei nicht «Usanz», Fehler einzugestehen. Ein früherer Bieler Stadtschreiber gestand einen Fehler ein. Am folgen-den Tag las er im BT die Schlagzeile «Chapeau Herr Stadtschreiber».<br>«Wieso soviel Gleichgültigkeit?», fragt eine Leserbriefschreiberin aus dem Bauerndorf Epsach und lässt überhebliche und verletzende Töne hören, ohne sich persönlich erkundigt zu haben. Würde sich eine Landwirtin nicht zuerst erkundigen und allenfalls Hilfe anbieten? In Studen haben nun Kollegen Hilfe angeboten.<br>Nicht nur Kühe können leiden, sondern auch Menschen. Landwirte und ihre Frauen haben heute einiges zu erdulden. In Bellmund müssen neun der zehn Landwirte eine Nebenbeschäftigung ausüben, um existieren zu können, und dabei ein gewaltiges Arbeitspensum erledigen. Geklagt wird nicht.<br>Tiefenbach musste vorschriftsgemäss mit fachmännischer Unterstützung einen neuen Stall selber bauen. Dabei vernachlässigte er seine Tiere. Das ist nun glücklicherweise vorbei. Nicht vorbei ist allerdings unüberlegtes, liebloses Geschwätz. Britta Tiefenbach wurde aus Idealismus Bäuerin und litt unter der misslichen Situation der Tiere. In der damaligen Landjugend war sie wegen ihres Humors bekannt und beliebt. Hoffentlich verliert sie ihn nicht vollständig.<br><span style="font-weight: bold;">Peter Keller, St. Niklaus</span>

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