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Strasse von Biel nach Neuenburg

Narrenstrecke für Autofahrer

<span style="font-weight: bold;">Narrenstreckefür Autofahrer</span><br>Strasse von Biel nach Neuenburg<br>Schon bei der Ankunft in Biel lächeln einem von einem Plakat freundliche Polizeibeamte zu. Die Überschrift «Danke für korrektes Verhalten» motiviert, ist freundlich. Ende Stadt Biel biege ich beim Kreisel erleichtert Richtung Neuenburg ab.<br>Tempowechsel von 50 auf 60 km/h. Ein interessanter, in Jurakalkfarbe gehaltener Belag ziert die Fahrbahn. Busspur oder Veloweg? Irgendwann ist gar die ganze Fahrbahn damit überzogen. Ob hier der Bus wohl umkehren darf? Auch sind immer wieder&nbsp; Ausbuchtungen in dieser Strassenmalerei zu erkennen – sie machen die Fahrt äusserst ab-wechslungsreich. Es wird aber noch spannender: Die gestrichelten Linien zum Fahrradweg sind in doppeltem Design gehalten, gelb und weiss (Bilingue?), auf der Mittellinie stehen laternenähnliche Gebilde. <br>Auf dem Rückweg erkenne ich, dass Fahrbahn und Gegenfahrbahn gar verschiedene Ge-schwindigkeitslimiten haben. Trotz Verunsicherung lohnt es sich, freundlich dreinzuschauen, denn zahlreiche Kameras warten auf.<br>Die Wechsel zwischen 60 und 80 sind originell und lebhaft&nbsp; – gerade kurz genug, um geblitzt zu werden. Langsam kommt Stress auf. Was, wenn ich meine Nase putzen oder niesen muss? Bestimmt entgeht mir dann eine Tempoänderung. Da war wirklich ein kreatives Team am Werk!<br>Ich kann jedoch die Absicht hinter dieser Narrenstrecke nicht verstehen. Wem – ausser der Bussenkasse – sollen diese Tempovariationen und diese Strassenmalereien was nützen? Danke auch für korrektes Verhalten. <br><span style="font-weight: bold;">Ursula Winter, Pfaffnau LU</span>

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