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Lyssbachverband

Mit Geld ist nicht alles machbar.

<span style="font-weight: bold;">Nicht alles mit Geld machbar</span><br>Lyssbachverband: «Kanton prüft Zwang für Schüpfen» –  BT, 2. Februar<br>Ja, wen kann man denn da zwingen? Zuerst sollte einmal klar sein, welches Gesetz wo und wie angewendet wird. «Laut Wasserbaugesetz sind die Gemeinden und Gemeindeverbände wasserbaupflichtig. Geldgeber sind Bund und Kanton.» Da geht es nicht um Prozente, die jeder gewillt ist zu bezahlen oder auch nicht. Zudem, zehn Prozent von 40 Millionen sind immerhin noch 4 Millionen. <br>Wer hat denn gesagt, dass es bei diesen 40 Millionen bleibt? Erfahrungen aus jüngster Zeit lehren uns, dass es: <br>• nicht beim Zeitrahmen bleibt (Tunnel von Moutier)<br>• meist weit über den Voranschlag geht, und noch Überraschungen zu erwarten sind.<br>Wenn eine Gemeinde sich zu einem Verband mit anderen Gemeinden zusammenschliesst, ist das klar ein Bekenntnis zur Solidarität. Wenn jetzt aber eine Partei (Schüpfen) den Eindruck hat, dass diese Solidarität nicht spielt, wie es sich in diesem spezifischen Fall jetzt abzeichnet, sollte auch eine Gemeinde so viel Mut haben und sagen: bis hierher und nicht weiter, und einen Austritt erwägen. Dabei sollte sie nicht gleich zum Bölimann abgestempelt werden.<br>Wer hat bis unmittelbar an den Lyssbach ganze Quartiere gebaut? Wer entwickelt Industriezonen, ohne mit der Natur zu rechnen? Es ist nicht alles mit Geld machbar, und der Profit darf nicht immer an erster Stelle stehen.<br>Frau Egger spricht von Ökologie. Ist so ein Stollen das Gelbe vom Ei? Schwimmen da die Enten und Fische im Betonstollen? Da wird die Natur mit viel Aufwand in ein Korsett gezwängt, das dann von späteren Generationen wieder rückgängig gemacht werden muss. Siehe Kanäle, die jetzt wieder «renaturiert» werden müssen. Wurden andere Alternativen mindestens geprüft oder geht es hier nur um die Stützung des Baugewerbes? Fragen über Fragen, weshalb es absolut verständlich ist, dass immerhin zehn Prozent der Stimmberechtigten einer Gemeinde verlangen, dass solche und andere Fragen klar und deutlich beantwortet werden, bevor nur ein Franken bewilligt wird.<br><span style="font-weight: bold;">Veronica Kobel, Schüpfen</span>

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