Sie sind hier

Kanton Bern: Regierungsratswahl vom 24. Februar

Keine Wahl – sondern ein Diktat.

<span style="font-weight: bold;">Wahl oder Diktat?</span><br>Regierungsratswahl vom 24. Feburar<br>Keine Partei spricht so viel von Freiheit und Demokratie wie die SVP. Die Erfahrung insbesondere in den letzten Monaten zeigt jedoch, dass man damit der Wählerschaft nur Sand in die Augen streuen will. Denn diese Werte gelten für die Parteileitung nur gerade, wenn sie ins eigene Konzept passen. Falls Fraktionsmitglieder der SVP nicht immer linientreu sind, werden sie aus ihren Kommissionen ausgebootet (Fälle Gadient und Hassler). Und wenn das Parlament sich die Freiheit nimmt, einen andern Bundesrat zu wählen als von der SVP vorgeschlagen, geht ein Aufschrei der Empörung durch die SVP-Führung, mit der Folge, dass sie sich in den Schmollwinkel der Opposition zurückzieht.<br>Lange Zeit hatte man den Eindruck, dass die Berner SVP-Kantonalpartei gegenüber dem Zürcher Virus immun wäre. Nun muss man aber leider feststellen, dass die Zürcher Arroganz auch bei den Bernern um sich greift: Die Parteileitung der Berner SVP lässt dem Wähler für den Regierungsrat keine Wahl. Er hat zu schlucken, was ihm vorgesetzt wird. Obwohl mehrere profilierte Kandidaten/Kandidatinnen zur Verfügung gestanden wären, soll man mit einem wenig bekannten strammen Parteisoldaten vorliebnehmen. Schade, dass die Berner SVP eine gute Chance verpasst hat.<br><span style="font-weight: bold;">Willi Baumann, Ipsach</span>

Nachrichten zu Leserbeiträge »