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Integration in Biel

Noch immer eine Arbeiterstadt.

<span style="font-weight: bold;">Arbeiterstadt</span><br>Integration in Biel, Studie Arend – BT, 12. Februar<br>Was Wahres muss ja an der Studie sein, auch wenn man sie nicht überbewerten soll. Dass Biel in der Integrationspolitik anderen Städten mit geringerem Ausländeranteil weit hinterherhinkt, ist nichts Neues. Selbst Thun investiert mehr Geld in die Integration von Migranten als Biel. Und Biel hat einen Migrantenanteil von fast 30 Prozent, Thun hat mit gut 15 Prozent gerade mal die Hälfte.<br>Weitere Massnahmen für die Integration von Migranten sind dringendst notwendig.<br>Die A5 wird dieses Problem auch nicht lösen. Die Wohnqualität wird in gewissen Teilen der Stadt durch weniger Verkehr ein bisschen besser, aber in anderen Teilen wie dem Mühlefeldquartier und der Murtenstrasse auch schlechter. Und der Verkehr sowie die Zweisprachigkeit sind sicher auch nicht schuld an der schlechten sozialen Lage Biels.<br>Wo hohe Arbeitslosigkeit, hoher Migrantenanteil und ein tiefer Bildungsstatus herrschen, sind einerseits sozialpolitische Massnahmen dringend notwendig, um entgegenzuwirken, andererseits ist auch billiger Wohnraum notwendig. Irgendwo müssen die schlechter gebildeten Leute ja auch wohnen, oder will man, wie der Trend im Moment ist, nur noch teure Wohnungen bauen, die sich ein normaler Arbeiter gar nicht mehr leisten kann?<br>Biel ist und bleibt eine Arbeiterstadt.<br><span style="font-weight: bold;">Sandro Widmer, Junge Grüne, Biel</span>

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