Sie sind hier

«Armeeführung krebst zurück»

Polemik um Weisungen

Wenn das BT im Zusammenhang mit der neuen Wachtdienst Weisung titelt: «Armeeführung krebst zurück», so ist dies falsch. Von zurückkrebsen könnte lediglich gesprochen werden, wenn die von Bundesrat Schmid unterschriebene Weisung vom 4. Dezember in irgendwelcher Form zwischenzeitlich wieder abgeändert worden wäre. Dem ist aber nicht so.<br>Tatsache aber ist, dass zahlreiche Medienschaffende in diesem Fall ihre journalistischen Pflichten nicht wahrgenommen haben. Hätten diese nämlich richtig recherchiert und die «Weisungen über den Wachtdienst» studiert, so wäre ihnen von Anfang an aufgefallen, dass unter Artikel 6 geschrieben steht, dass der Wachtdienst auch ohne Waffe geleistet werden kann, wenn die Bedrohung beziehungsweise die Situation den Waffeneinsatz nicht rechtfertigt. Auch dass der zuständige Kommandant die Möglichkeit hat, den Wachtdienst statt mit geladenem Gewehr mit untergeladener (Ladebewegung nicht gemacht) Waffe zu befehlen, ist unter Artikel 8 der genannten Weisung erwähnt. Der gleiche Artikel schreibt übrigens auch vor, dass das Sturmgewehr stets gesichert getragen werden muss.<br>Eines ist sicher: Wenn auf Grund einer erhöhten Bedrohungslage mit der Waffe Wache geschoben werden muss, so sollte diese zwecks raschmöglichster Anwendung auch geladen sein. Die Zeit die verloren geht, in welcher der Wachtsoldat zuerst noch die Ladebewegung durchführen muss, kann genau jene sein, welche schlussendlich über Leben und Tod entscheidet.<br><span style="font-weight: bold;">Mathias Mueller, Orvin</span>

Nachrichten zu Leserbeiträge »