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Hip-Hop-Events

Hip-Hop bleibt in Biel ein Sonderfall – findet ihr das korrekt?

Die Bewilligung von Partys läuft eigentlich immer nach demselben Schema ab. Doch es gibt wie immer eine Ausnahme: Hip-Hop. Dafür stellen die Behörden andere Auflagen.

Für die Behörden ist das Publikum von Hip-Hop-Events ein Sonderfall. symbolbild: rapper b-real, keystone

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Sind Hip-Hop-Partys zu Recht ein Sonderfall?



Seit kurzem darf in Biel nicht nur an der Zentralstrasse bis in die frühen Morgenstunden gefeiert werden. Versuchsweise dürfen nun auch andere Clubs in der Stadt entsprechende Überzeitenbewilligungen beantragen. Die ganze Geschichte dazu lest ihr hier.

Zur Bewilligung wird den Clubs dabei auch immer ein Merkblatt mitgereicht, das die Stadt zusammen mit dem Regierungsstatthalteramt erarbeitet hat. Darauf ist beschrieben, was die Clubs zu tun haben. Alles ist allgemein gehalten. Doch es gibt eine Ausnahme. Nämlich dieser Satz: „Bei Hip-Hop Veranstaltungen ist 4 Wochen vorher anzufragen, ob sie veranstaltet werden dürfen.“ Andere Anlässe können kurzfristiger eingereicht werden.

Doch Wieso?

„Unsere Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass von diesem Musikstil ein Publikum angezogen wird, das spezielle Anforderungen an die Sicherheitsdienste und die Polizei stellt“, sagt André Glauser, Leiter der Abteilung Öffentliche Sicherheit der Stadt Biel, zur entsprechenden Passage im Merkblatt. Man schaue Hip-Hop-Veranstaltungen speziell an, und dazu brauche es eine längere Vorlaufzeit. Man wolle damit verhindern, dass Veranstalter aus fehlender Erfahrung Fehler begingen. „Wir schauen das Sicherheitskonzept mit den Veranstaltern an und stellen dann entsprechende Auflagen.“

Hip-Hop, der Sonderfall. Es ist nicht das erste Mal, dass dies so offen ausgesprochen wird. Wir erinnern uns an eine wüste Schlägerei zwischen Nachtschwärmern und der Polizei vor rund vier Jahren. Es passierte an einem Hip-Hop-Event im „Le Pavillion“-Gebäude. Der damalige Bieler Polizeichef Jean Scheiben sagte nach den Ausschreitungen, ihm mache das Gewaltpotenzial an Hip-Hop-Events sorgen. Er relativierte noch im nächsten Satz, dass dies auch für andere Events gelte – doch die Diskussion war schon losgetreten.  

Etliche Veranstalter meldeten sich zu Wort; und nahmen Hip-Hop-Partys in Schutz. Den ganzen Beitrag könnt ihr hier als PDF herunterladen. Einer, der eine lange Erfahrung mit Hip-Hop-Partys hat, ist Sascha D'Antonio. Der Chef des Duo-Clubs veranstaltet seit Jahren jeden Freitag Partys mit Hip-Hop-Sound. Er sagt zwar, dass an diesen Abenden sein Sicherheitsdispositiv leicht höher sei, dies jedoch nicht wegen der Musik, sondern dem relativ jungen Durchschnittsalter der Gäste. Dies handhabe man seit Jahren so. Effektiv „gefährlicher“ seien die Hip-Hop-Abende aber sicher nicht. pam


Was meint ihr, liebe Nachtschwärmer: Geht es an Hip-Hop-Partys gefährlicher zu und her? Oder ist dies ein veraltetes Denken? Eure Meinung interessiert uns!
 

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