Wer Facebook Places nutzen will, muss das Apple-Handy iPhone oder ein anderes bestimmtes Smartphone besitzen. Wenn der Dienst freigeschaltet wird, liest das Gerät über den eingebauten GPS- Empfänger den aktuellen Standort aus und übermittelt ihn an Facebook. Dort können dann dann die Onlinefreunde sehen, wo sich der Places-Nutzer gerade aufhält.
Places ist der erste standortbezogene Dienst von Facebook. Diese Dienste gelten angesichts der zunehmenden Verbreitung von Smartphones als zukunftsträchtig. Sie ermöglichen Nutzern beispielsweise auch, nahegelegene Restaurants, Bankfilialen oder Geschäfte zu finden.
Unmittelbar nach der Ankündigung in der Nacht zum Donnerstag gab es erste Kritik an Facebook von amerikanischen Datenschutz- Aktivisten. So bemängelte die kalifornische Bürgerrechtsorgansiation ACLU, dass ein Nutzer ihn begleitende Freunde auch ohne deren Zustimmung an einem bestimmten Ort anmelden kann.
Ausserdem sei problematisch, dass auch Software von Facebook- Partnern auf die Ortsangaben zugreifen könne. Facebook betont hingegen, dass die Nutzer detailliert festlegen könnten, wer ihren Aufenthaltsort sehen kann und wer nicht.
Heftige Kritik hatte sich kürzlich auch Google eingehandelt, als es seinen Dienst Buzz startete, der soziale Netzwerke in den E-Mail- Dienst GoogleMail einbettet. Viele Daten der Google-Nutzer und auch ihr Standort waren plötzlich automatisch freigegeben. Google reagierte auf die Kritik und änderte die Einstellungen leicht.
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