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«Uncharted 3: Drake's Deception»: Rasante Berg- und Talfahrt

Schatzräuber Drake sorgt mit packender Inszenierung, witzigen Dialogen und spannender Geschichte wieder für unvergessliche Spielstunden. Kann er den famosen zweiten Teil toppen?

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TEST VON SIMON DICK

Nathan Drake, der Indiana Jones der Videospielgemeinde, hetzt wieder mit seinem Mentor und langjährigem Weggefährten Victor Sullivan von Schauplatz zu Schauplatz und begibt sich auf die Suche nach einer verlorenen Stadt. Dabei kreuzen sie die Wege einer Geheimgesellschaft, die ebenfalls auf der Suche nach verborgenen Schätzen ist und Böses im Schilde führt.

Spielfilm zum spielen
Von Beginn an baut der Titel mit filmischen Stilmitteln und dynamischer Kameraführung eine Dramaturgie auf, welche den Spieler in ihren Bann zieht. Wenn Drake an einer Kneipenschlägerei teilnimmt oder sich über tiefe Abgründe hangeln muss, erzeugen die Bewegungen der Figuren zusammen mit den Kamerapositionen einen cineastischen Effekt. Da hat man als Spieler das Gefühl sich mitten in einem Hollywood-Blockbuster zu befinden.

Famose Optik zum Sattsehen
Audiovisuell haben die Entwickler von Naughty Dog wieder alles aus der Playstation 3 geholt. Die Charaktermodelle sind fabelhaft gelungen und die Bewegungen der Spielfiguren sehen realistisch aus. Auch die Innen- und Aussenareale sind ein optischer Genuss. Zudem sorgen die vielen Settings für wahre Erkundungsräusche, denn schnell ertappt man sich dabei, dass man in einem Abschnitt stehen bleibt und faszinierend die Umgebung mit den vielen Details betrachtet. Atemberaubend sind auch die tollen Wetter-Effekte und die realistische Darstellung der Elemente. Egal ob Sonnenuntergang, loderndes Feuer oder Wasserbewegungen, die Konsole zeigt hier ihre Grafikmuskeln. Der Soundtrack ist auch im jüngsten Drake-Abenteuer gelungen und sorgt mit orchestralem Soundtrack für zusätzliche Stimmung.

Überraschender Schlussakt
Im direkten Vergleich zum zweiten Teil kann der Nachfolger aber in Punkto Story nicht ganz mithalten. Zwar beginnt das Abenteuer mit interessanten Figuren und spannender Handlung, aber die zu Beginn sehr hohe Qualität kann nicht immer gehalten werden. Sie flacht sogar gegen Ende etwas ab. So kommt denn auch der Schlussakt etwas gar überraschend. Auch der ständige, manchmal etwas willkürlich erscheinende, Schauplatzwechsel ist im Vergleich zum zweiten Teil weniger flüssig gelungen.

Fazit: Spielspass bis zum Ende
«Uncharted 3» sieht klasse aus, spielt sich klasse und hört sich klasse an. Die digitale Berg- und Talfahrt macht Spass und es ist schwierig sich vom Controller zu trennen. Zwar mangelt es der Story im Vergleich zum famosen zweiten Teil gegen Ende an Originalität und qualitativer Substanz, aber dem Gesamtpaket schadet das nicht. Und es macht Freude liebgewonnene Videospielcharaktere wieder zu treffen und mit ihnen knackige Rätsel zu lösen. Es gilt auch beim jüngsten Drake-Abenteuer: Wo «Uncharted» draufsteht, ist auch «Uncharted» drin.

Positiv aufgefallen:
- Dynamische Kletterpassagen
- Wundervolle Zwischensequenzen
- Heisse Action und spektakuläre Schauwerte
- Realistische Bewegungen der Figuren
- Rätsel sind originell und knackiger
- Abwechslungsreiche Schauplätze
- Famose Wetter- und Elemente-Effekte
- Hervorragende deutsche Synchro
- Packender Adventure-Soundtrack
- Witzige Dialoge und markante Sprüche
- Ordentlicher Umfang, der bis zum Ende unterhält

Negativ aufgefallen:
- In hektischen Szenen fehlt der Überblick wegen cineastischer Kameraführung
- Etwas wenig Gegnertypen
- Story-Qualität nimmt gegen Ende ab

Spielspass: 9 von 10 Punkten

Erhältlich für Playstation 3
Freigegeben ab 16 Jahren

Stichwörter: Game-Review

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